you did – tag 183

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Aber jetzt mal zu was gänzlich anderem: Heute wohnte ich eine Beisetzung bei. Judith hat es nicht geschafft, der Krebs hat leider gewonnen. Der Krebs ist eine dumme Sau.

Judith war eine Blume und sie hätte sie gut und gerne noch viele Jahre auf der Erde wachsen und gedeihen können. In meiner eher unsäglichen Zeit in dem seltsamen Ort Nieder-Olm war sie quasi meine Nachbarin. Da ich damals kein kein Auto besaß, nicht verheiratet war, keine Kinder hatte und aber dafür rote Haare auf meinem Kopf wohnen hatte, galt ich in Nieder-Olm als arme Sau und natürlich verrückt. Es war nicht leicht und vielleicht keine gute Idee damals straight outta Berlin-Kreuzberg nach Nieder-Olm zu ziehen. Aber dann war ich nun mal da, hatte meine Wohnung in Berlin vermietet und musste jetzt dort also klar kommen. Es war sehr traurig und auch ein bisschen hoffnungslos. So saß ich zuhause am Schreibtisch und betrachtete den Flieder und den wilden Wein, der sich um das kleine Häuschen rankte, in dem ich wohnte. Und weil das auf Dauer rammdösig macht, besuchte manchmal ich Judith und ihre Familie und kam mir vor, wie der Onkel August von Nieder-Olm. Auf dem Weg zum Haus von Judith und ihren Kindern Larissa und Kaspar war die Bäckerei ⬛︎⬛︎⬛︎⬛︎⬛︎. Immer, immer, immer, immer wenn ich den Laden betrat, standen dort Frauen und meckerten über die Welt und andere Nieder-Olmer und Ober-Olmer und Mainzer und die da oben und die da unten und Ausländer, etc. p.p. Die einzige, die dort, bei der Bäckerei ⬛︎⬛︎⬛︎⬛︎⬛︎ guter Dinge war, war eine junge Frau, die wir die Sabrina Setlur von Nieder-Olm nannten, weil, sie Sie werden es nie erraten, so aussah wie Sabrina Setlur. Die Sabrina Setlur von Nieder-Olm hatte es nicht leicht, denn im Gegensatz zu den meckernden Planschkühen vor und hinter der Theke, sah die Sabrina Setlur von Nieder-Olm sehr gut aus. Das ist eigentlich egal, also wie sie aussah, ich erwähne das nur, weil das ja nun ein Teil des Hasses der Planschkühe auf die Sabrina Setlur von Nieder-Olm war. Und weil ich mich mit der Sabrina Setlur von Nieder-Olm gemein machte, war auch ich unten durch, bei den Planschkühen (vor und hinter der Theke), was ich aber sowieso war, denn ich fuhr keinen BMW und war ja (bekanntlich) eine arme Sau (und verrückt). Jedenfalls ging ich regelmäßig allein deswegen zu dieser Bäckerei, weil es dort diese wundervollen, sogenannten Nieder-Olmer Hörnchen gab. Das Gemecker und Gezeter der Planschkühe machte mich indes so niedergeschlagen, dass ich anschließend noch das Haus der Judith aufsuchte. Das Tor war immer auf und Judith war immer angezogen, so wie ich angezogen wäre, wenn ich plötzlichen Besuch empfangen würde. Also natürlich war ich niemals so angezogen wie Judith, denn das sähe ja auch albern aus, aber ich meine halt angezogen, so mit Hose und Bluse und/oder Kleid und so weiter, Sie wissen genau was ich meine. Halten Sie bitte die Klappe. Judith machte mir also (angezogen) die Tür auf und obgleich das Leben nicht immer einfach war, war Judith immer herzlich und gut gelaunt und offen und freundlich und irgendwie so, wie man sich ein Engel vorstellt. Also, so wie, wenn Michael Landon eine Frau gewesen wäre. Und wenn man das Licht ausmachte, dann leuchtete Judith sogar ein bisschen. Ja, es kann gut sein, dass ich das jetzt verkläre, aber ich will, dass es so war. Und Judith brachte ihre drei Kinder durch und die Kinder hatten verrückte Frisuren und/oder gingen zum Studium nach Wien. So was ging, weil Judith stets das Beste für die wollte. Bei Judith in der Küche konnte man dieses seltsame Kaff Nieder-Olm vergessen, denn sie war komplett anders, als alle anderen Menschen, denen ich dort so begegnete.

Und dann bimmelte der Krebs an der Tür.

Und heute wurde sie im Friedwald, bei mir um die Ecke, beigesetzt. Ich habe Judith Jahre nicht mehr gesehen. Immer ist ja was und man „müsste sich ja mal treffen“ und aber „wir haben ja Zeit, das kann man ja mal nachholen“. Kann man manchmal aber nicht. Man muss daher unbedingt die Dinge tun, die man sich vornimmt, bevor es zu spät ist.

Heute war ein schöner Tag. Die Sonne schien bei 32°C und im Wald, dort wo die Zeremonie war, wehte ein laues Lüftchen. Da ich ja bekanntlich nicht laufen kann, wuchtete ich das Elektrodings ins Auto und fuhr zum Friedwald. Dort wuchtete ich das Elektrodings wieder aus dem Auto und fuhr zum Ort der Zeremonie. Dort standen schon alle im Halbkreis um einen Baum, niemand sprach ein Wort, die Leute sahen aber auch nicht besonders ergriffen aus, außer Dietmar, ihr Lebensgefährte, der war natürlich sehr traurig. Jaman, das ist ja auch alles schlimm. Aber wir hatten uns glaube ich auch nichts zu sagen. Das ist nach so vieken Jahren manchmal so. Alle anderen Menschen kannte ich nicht. Der Zeremonienmann, ein katholischer Pfarrer erklärte, warum er jetzt keine für ihn übliche Grabesrede halten würde, weil man ihn u.a. gebeten hatte keine der üblichen Phrasen zu dreschen. Und so war es wenigstens ein bisschen so, wie Judith das gefallen hätte. Jedenfalls nehme ich das an. Wenn man sich, wie ich manchmal, nicht immer und stringgend an Logik und Physik orientiert, kann man sich mit Leute, die gestorben sind, unterhalten. Ich räume gerne ein, dass es sich dabei auch um die Stimmen in meinem Kopf handeln könnte, aber das ist ja im Prinzip auch egal, denn Kommunikation funktioniert ja ohnehin nur in den jeweiligen Köpfen. Es gibt keine Wahrheit. Jedenfalls blinzelte ich in die Sonne und schaute mir den Wald und die Wipfel an und fand, dass es aussah wie im Frühling und auch sonst war der Wald ganz wundervoll. Der Wald und die Bäume sind Freunde und freundliche Wesen. So wie Judith es war. Und wie Judith es auch immer noch sein wird.

Wir haben es in der Hand.

Tschüss, liebe Judith <3

schweine die ich meine – tag 177

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Wieder so ein Tag. Wir haben heute wieder gezeigt, dass alte Frauen und Männer in der Marke und Werbung immer noch Leute umhauen können. Und die alten Frauen und Männer sind wir, die geilen Greis*innen von Stijlroyal. Das ist toll. Da geht man fröhlich nach Hause. Wobei Nachhausegehen bei mir ja in vielerlei Hinsicht nicht so richtig zutrifft. Erstens kann ich nicht gehen oder nur wenig und sehe dabei seltsam aus. Zum anderen bin ich ja praktisch immer im Büro. Wie Sie ja wissen befinden wir uns nun für immer und ewig im Home Office. Und bald, wenn der Winter kommt, werde ich auch nicht mehr ins Pfauenhäuschen fahren können. Oder sollte ich sagen: gehren, fahen, also eine Mischung aus fahren und gehen. Ich gehre ins Büro. Ich fahe ins Büho. Das klingt als hätte man den Mund voll Staub und möchte nicht fahren und Büro sagen, damit nicht der Staub aus dem Mund stäubt. Oder man hat was Heißes im Mund (Mmmmh). Und was ist lauhren oder lauren oder fahfen. Ich muss noch ein Meter fahfen. Lauren. Nee lauren nicht. Gehren ist okay. Also morgen gehre ich wieder ins Pfauenhäuschen, aber nur bis die Mittagshitze kommt und dann gehre ich wieder heim, denn dann ist es dort zu heiß und wenn ich die Fenster oder die Tür aufmache, kommen die Killerwespenschweine. Aber morgens ein bisschen im Pfauenhäuschen rumhängen und dann den Arbeitsplatz wechseln, das ist gut. Und im Winter dann immer hier zuhause, da werde ich bestimmt im Laufe des Winters rammdösig. Ich muss unbedingt die liebe Frau (die auch gestreng sein kann) überreden, dass wir im Februar 2-3 Wochen so auf Home-Office-Tour in den Süden fahren. Also wir arbeiten „ganz normal“, aber im Wohnmobil und das steht in Südfrankreich oder so. Also, aber nur, wenn Corona das möchte, Corona das Schwein. Und jetzt habe ich schon zweimal Schweine verunglimpft in diesem Artikel. Ich sollte mich was schämen. Schweine sind doch total nette Gesellen. Ich liebe Schweine.

Aber jetzt mal zu was ganz anderes: Wir nehmen gleich Podcast Episode S02E09 auf. Wir haben schon viele Themen und wir werden sie auch anbringen. Sie werden Ohren machen. Gemacht haben. Vielleicht hören Sie mal rein. Das wird online sein so gegen 23 Uhr. Ich werde mich beeilen. Unter anderem werden wir uns mal über den Unterschied von Notre-Dame und dem Flüchtlingslager Moria unterhalten und warum wohl nach dem Brand von Notre-Dame am nächsten Tag Spendenzusagen von 900.000.000 (Neunhundert Millionen) Euro vorlagen und wie das nach dem Brand von Moria ist und warum die Kanzlerin wohl schweigt und „Wir schaffen das“ jetzt tatsächlich mal ziemlich angesagt wäre zu sagen und danach zu handeln. Hier möchte ich mal dvier Organisationen aufführen, an die Sie spenden könnten, wenn Ihnen die Menschen eines abgefackelten Lager für Flüchtlinge (und jetzt diskutieren Sie bitte nicht über den Begriff „Flüchtlinge“) irgendwie helfens- und/oder lebenswert erscheinen.

Ärzte ohne Grenzen / Spenden
SOS Kinderdörfer / Spenden
Kindernothilfe / Spenden
Unicef / Spenden

„Gute“ Nacht.

vollidiot. schlimm. peinlich. dumm. wie wird es sein? – tag 176

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Und das ist der 176ste Tag im Leben des Huckonius Haasibaldwolf, an welchem er das Home Office nicht verlassen hat. Nur mal kurz in der Schweiz war er. Und ein paar Mal beim Rewe. Das war schön. Rewe ist schön. Hätte Edeka die Möglichkeit des Online-Vorbestellens, dann wäre Edeka sicher auch schön. So ist das also hier immer noch so, dass wir kaum jemanden in echt sehen. Und auch keinen Besuch empfangen. Nur ungefähr 3mal und da war das draußen auf der Wiese. So ist das. Naja. Und nun am Freitag kommen schon wieder Leute. Nämlich der Ikea. Und, ach ja, Leute aus den Neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts kommen und besuchen mich. Das wird sicher sehr aufregend. Rückblickend gesehen und nüchtern betrachtet war ich in Neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein Vollidiot. Schlimm. Peinlich. Dumm. Und diese Kleidung. Und diese Attitüden. Und diese Ziellosigkeit. Und dass ich überhaupt keine Ahnung hatte, wie es weitergehen könnte. Und wie ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Und wie ich dachte, das wird alles mal ganz schlimm enden. Und wie ich mit diesem klapprigen Fahrrad, einem Schafskäse und einer Flasche Lambrusco mit C. an die Felsengruppe fuhr und wie ich dachte, das ist so verdammt Bukowski. Und in dieser Wohnung in der Zimmermannstraße wohnte und schon das Übermorgen zu weit weg war. Und wie ich mir dann diesen Volvo kaufte und Cordhosen trug und ganz kurz darüber nachdachte, die CDU zu wählen. Und wie das aber nur ganz kurz, ungefähr 10 Minuten so war. Und wie ich dann dachte, die wähle ich nie im Leben. Und wie ich dann dachte, ich muss was Vernünftiges lernen. Und wie ich dann was Vernünftiges lernte. Und wie die Tagebücher aus dieser Zeit zu Lesen eine Qual sind. Und wie dann doch alles anders kam. Zum Glück. Wie wird es sein, wenn diese Neunzigerjahre-Menschen nun hier eintreffen? Umarmen kann man sich ja nicht. Man könnte seine Schuhe aneinanderrubbeln. Und dann so da sitzen und „Nuja, puuh. Schon spät, was?!“ sagen. Oder so. Mir wird schon was einfallen. Es ist ja so viel passiert seit den frühen Neunzigerjahren. Ich bin quasi ein anderer Mensch. Kann es sein, dass das 30 Jahre her ist? Wir sind ja inzwischen uralt. Ich freu mich aber auch. Jetzt fällt mir aber gar nichts mehr ein. Schließlich muss ich morgen früh in der Kunden-Konferenz alles geben. Und dann nochmal zur Podcast Episode S02E09. Und wir haben in unserem Google-Doc noch genau NICHTS stehen, was wir da morgen erzählen könnten. Das wird bestimmt heiß. Man darf gespannt sein. Nee, man darf gar nicht gespannt sein. Wir sind Pappnasen. Boon Beckmann zieht grad um und hat also diese 1A Top-Ausrede und ich muss ganz viel arbeiten und fühle mich am Abend, wie jemand, der in einen Vulkan geworfen wurde. Und jetzt habe ich keine Lust kann ich nicht mehr.

Gute Nacht.

tennis mit edvard munch – tag 175

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Sie reden immer noch über Corona so, als ginge das gleich wieder weg. Und ich meine die, nicht Sie. Ob Sie auch so reden oder denken, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht bleibt am Ende nur noch die Kunst, die dann keiner mehr bezahlen kann, die aber auch nicht bezahlt werden muss. Sie soll einfach sein. Einfach sein. Man muss da nur noch reinkriechen dürfen, in die Kunst und dann in Embryostellung verharren. Haben Sie eigentlich das Gefühl, dass ich sonderlich werde? Dass ich überhaupt noch mit Ihnen spreche, das muss man sich mal vorstellen, obgleich obwohl Sie doch nie antworten.

Aber mal was ganz anderes: Ich schaue gerade, zufällig, ein Tennis-Match im Rahmen der US-Open dort stehen sich die mir unbekannte Tennisspielerin Sakkari und Serena Williams gegenüber. Als ich zuletzt ein Tennisspiel beobachtet habe, da haben sich die Leute aufgeregt, weil Monica Seles Geräusche beim Tennis von sich gegeben hatte. Aber die beiden, die ich hier höre, schreien ja den kompletten Tennisplatz und die umliegenden Plätze miteingeschlossen zusammen. Das ist ja unglaublich. Ist das immer so? Machen das die Männer auch? Machen das alle so? Auch im Doppel? Es sind ja keine Zuschauer zugegen und so hallt das Echo des Geschreis der beiden Frauen einmal mehr von den Rängen. Wenn ein Fußballer den Ball irgendwohin tritt, könnte er doch auch schreien, das wäre doch gerade jetzt, wo es so ruhig im Stadion ist, ein Zugewinn. Oder wenn ein Stabhochspringer irgendwo bei 6 Metern über die Latte (hihihi) fliegt, wenn er da auch noch schreien täte, da wäre doch was los. Die Leute sollten vielleicht viel mehr schreien. Auch beim Brötchenbacken oder beim Lösen von Mathematikaufgaben. Auch könnte ich mir gut vorstellen … äh … ach nein, vergessen Sie das. Das ist ja ekelhaft. Auf jeden Fall ist das doch nicht mehr der Tennisspiel, wie ich es kenne. Und das Kleid von Serena Williams, das ist doch so nicht richtig. „Große Klasse!“ sagt der Mann im Fernsehen und: “ Das Imperium schlägt zurück!“. Das sagt er, weil Serena Williams, die sich im „anaeroben Bereich“ befindet unter lautem Gebrüll einen Punkt erzielt hat. Also genaugenommen 15 Punkte. Aber das kann man sich nicht mitansehen. Die arme Frau. Ich habe gerade gelesen, dass sie bisher 92.543.816 US-Dollar an Preisgeldern erspielt hat und da sind die Werbedotierungen noch nicht mitgerechnet. Da würde ich doch nicht mehr anaerob auf dem Tennisplatz herumschreien. Da könnte man doch mit einem Segelboot um die Welt segeln oder einfach nur dösen. Oder sich an eine Fettabsaugemaschine schließen und den ganzen Tag Kuchen essen.

Gute Nacht.

winter is coming – tag 174

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Am kommenden Samstag bauen wir hier Möbel auf, damit ich hier ein richtiges Büro haben werde, wenn der Winter kommt und das Pfauenhäuschen nicht mehr bewohnt, bzw. bearbeitet (?) werden kann. Und raten Sie mal, wann in der kommenden Woche es 29°C sein werden? Hier, gä! Naja. Und auf Sky läuft gerade mal wieder Game of Thrones und da fällt mir auf, wie dämlich ich die Rolle der Khaleesi Daenerys Targaryen fand und finde. Von Anfang an. So und dann siehts hier aus wie bei Hempels unter dem Sofa. Weil wir Möbel von Dingen befreit haben, die nun hier rumstehen und diese Möbel warten auf Abtransport und dann kommen neue Möbel und die muss man erstmal aufbauen und mir graut davor. Ich kann Unordnung ganz schlecht ertragen, die addiert sich zu der Unordnung in meinem Kopf und dann haben wir den Salat. Und außerdem ist die Rolle des Jack Gleeson als Joffrey Baratheon unerträglich. Ich befürchte, auch Gleeson ist ein eher seltsamer Zeitgenosse. Wie soll so ein Kind eine solche Rolle auch gut verkraften. Das denkt doch, so bin ich oder so würde ich gerne sein. Glaube ich. Kann auch sein, dass ein Kind nur so eine Anreihung für es seltsamer und nicht nachvollziehbarer Szenen drehen muss und für die Betrachtung des Endergebnisses ist es noch zu jung. Somit weiß es gar nicht, was es da für eine bescheuerte Rolle gespielt hat. Aber die Schulkamerad*innen, die den Film oder die Serie auf irgendeiner russischen Video-on-Demand-Website gesehen haben werden hänseln und Jack Gleeson in die Lavendelbüsche gestoßen haben, wo er innerlich verkam und komisch wurde. Aber jetzt nicht das lustige komisch, wie das „komisch“ bei Loriot. So verkommen Kinder. Also das ist eine Möglichkeit. Oder sie werden stark und für alle Zeiten gelassen. Oder sie werden Corona-Leugner. Oder was ganz anderes, etwas, was wir jetzt noch gar nicht kennen. Vielleicht kommt aber auch eine blonde Frau auf einem Drachen angeritten und knechtet uns alle. Oder wie wäre es denn, wenn wir uns alle in einer Psychiatrischen Klinik befinden und die, die wir aktuell darin wähnen, sind eine Art Inselbewohner und eigentlich ganz normal? Ja, da kommen Sie jetzt auch ins Grübeln.

Aber jetzt mal zu was ganz anderem: Schreiben Sie doch mal in die Kommentare oder eine Mail an knorzelhuber@keine.vision und wir nehmen uns im Podcast keine.vision am Mittwoch der Sache an. Außerdem hätte ich ein Paar Minipod Lautsprecher mit jeweils 1 Subwoofer, also insgesamt 2 Minipods mit insgesamt 2 Subwoofer zu verschenken. Ich habe es satt. Haben haben haben. Was soll denn das? Aber jemand, die oder der gerne bastelt, denn es könnte sein, dass sie defekt sind, die oder der kann die gerne bei uns abholen im Ponyhofbüro. Und dazu noch einen riesigen Stapel Schallplatten. Alles raus. Alles weg. Wer hat Interesse? Los jetzt! Warum antworten Sie denn nicht, Sie undankbares Stück! Ach so, ich habs ja noch gar nicht veröffentlicht. Man weiß manchmal gar nicht, was man machen soll und wo einem der Kopf steht. Am Freitag packen wir die Dinge zusammen und dann kann ich Ihnen mehr sagen. Ich nehme an, da ist noch mehr. Ich kann aber jetzt nicht mehr nachdenken, denn entweder habe ich irgendwann heute, ohne es zu merken, 20 Liter Kaffee getrunken oder ich werde gleich verrückt oder das mit den Inselbewohnern.

Gute Nacht.

P.S.: Ich glaube der Winter kommt. Also ich weiß sogar relativ sicher, dass der Winter kommt. Das ist ja jedes Jahr sogar. Eventuell schon seit Jahrmillionen. Winter gab es vielleicht schon vor den Dinosauriern, aber sicher bin ich mir da nicht, denn diese Eiszeiten wechselten sich vielleicht immer mit Hitzeperioden ab, in denen es keinen Winter gab. Das kann ja sein, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der Winter kommt. Dieses Jahr sogar am 21. Dezember. Da können Sie quasi einen drauf lassen. Die Wärme der Flatulenz sollten sie in einem Schatzdöschen aufbewahren, so dass Sie sie in der kalten Jahreszeit zum Einsatz bringen können. Außerdem sollte ich mal auf ebay schauen, ob ich einen funktionierenden iPod aus dem Jahre 2006 finde. Das hat seine Gründe. Ich werde sie beizeiten erläutern.

piep! – tag 173

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Tatsächlich fällt mir grad nichts mehr ein. Ich weiß noch, als ich das hier anfing, als wir die Corona-Maßnahmen eingeläutet haben, wie seltsam alles war. Aber irgendwie auch nicht. Tatsächlich finde ich es sehr interessant, diese Tage hier zu sehen und wie sie so vergehen. Dass man da mal eine Zahl hat. Aber jetzt ist halt ein anderes Zeitalter angebrochen. Zeit wurd’s ja auch. Man hat ja sonst immer so getan, als sei alles noch so irgendwie im Lot und rettbar. Aber das ist es ja nicht. Und aber statt sich auf das Innehalten mal zu besinnen und sich zu erinnern, wie gut es der ganzen Luft tat, als man mal zu Hause blieb, da … naja … es ist immer dasselbe. Alles Arschlöcher da draußen. Ja, nun. Soll ich vielleicht einmal die Woche rekapitulieren, wie es mir damit geht und immer auch darauf hinweisen, dass mir natürlich klar ist, dass andere deutlich mehr darunter leiden. Jetzt müsste es was geben, sagen wir, naja, eine Internetplattform, wo sich Leute treffen, Freunde oder welche die es dann werden und man tauscht sich aus, was man so macht und denkt und regt andere zu anderen Denkprozessen an, man macht mal eine Witz und ist aber im Grunde positiv eingestellt und freundlich gesonnen. Man könnte Bilder machen von Urlaubsreisen oder auf interessante Dinge im Internet hinweisen, Buch- oder Musiktipps geben und sich gegenseitig seine inneren Denkmodelle vorstellen. Diese Gedanken könnte man in spezifischen Gruppen vertiefen und wenn man will, schreibt man sich auch mal so, privat, und am Ende trifft man sich mal und singt Lieder zusammen und spielt Luftgitarre. Also, was ich damit sagen will, man trifft sich mit Leuten aus dem Internet. Im Internet. Digital. Und da könnte man in diesen Zeiten, in denen man für eine Zeit oder auch für immer, mehr Abstand halten muss und vielleicht auch nicht mehr so viel rumfahren sollte, da könnte man auf solchen Plattformen rumhängen und mit Leuten quatschen. Ich schaue mir gerne Dinge an von Leuten. Also wenn Leute es verstehen, Ihre Haltung zu Objekten oder Sätzen zu formen. Oder in Essen rein basteln, dass sie dann fotografieren. Aber das müsste natürlich nur besonderes Essen sein und da würde mich jetzt speziell nur Essen interessieren, was die- oder derjenige selbst gebacken, gekocht, gebraten, gegrillt hat. Und davon dann ein tolles Bild machen. Kein ironisches Bild, sondern ein richtig schönes Bild und da erklärt man auch, was auf dem Teller zu sehen wäre. So, dass man es vielleicht nachkochen könnte. Oder man fotografiert einen Berg, vor dem man steht und sagt, wo das ist, damit man sich ein Bild machen kann. Denn ist ja total sinnlos, sich einen Berg oder ein Haus anzuschauen, wenn man nicht weiß, wo das ist. Aber das ist ja klar, wenn es so eine Plattform im Internet gäbe, da würde ja niemand auf die Idee kommen einen Berg ironisch oder lakonisch zu fotografieren und niemand darf wissen, wo das ist, denn dann würde man den Berg ja nicht fotografieren. Und weil man ja innerhalb einer Blase befreundet wäre, würde man sich auch freundschaftlich aufführen und man könnte sich auf seine Blase verlassen, dass die nicht platzt. Die Blase wäre sozusagen die peer group, die Clique, die Freundesschar. Wer sich ganz arg da reinsteigern will, könnte auch Familie sagen. Für manche wäre das womöglich ja tatsächlich die Familie, weil sie keine Familie haben oder die Familie irgendwie doof ist. Kann ja sein. Aber da würde man dann reinschauen. So könnte man also durch die Weltgeschichte reisen und sich in sein Pfauenhäuschen zurückziehen und trotzdem ab und zu mal Leute um sich rum haben können. Aber, naja, so ist ja utopisch. Wie soll denn das gehen? Wer will denn sowas auch aufbauen und finanzieren? Da müsste man ja am Ende tonnenweise Werbung schalten, weil die Leute ja nicht bereit wären, Geld dafür auszugeben. Und dann käme irgendjemand auf die Idee, dass man die Beiträge der Leute bewerten kann. Das wäre ja Wahnsinn. Am Ende würden Leute da nur noch Dinge posten, damit sie positiv und zahlreich bewertet würden. Gar nicht das, was in einem ist, sondern das, was man glaubt, dass andere das sehen wollen. Man würde einfach so tun, als wäre man total erfolgreich und das würde man so intensiv tun, bis man selbst glaubt, man sei total erfolgreich. Also entweder mit einem Unternehmen, das es gar nicht gibt oder man würde denken, weil man z.B. 36.425 Freunde oder Anhänger hat, wäre man echt ein richtiger Held und hätte sich was aufgebaut. Also so eine, natürlich komplett irre, Plattform würde einen derart verrückt machen, dass man gar nicht mehr wüsste, wer man eigentlich ist oder mal war und vor allem wozu. Das wäre natürlich furchtbar. Aber warum sollte man das machen? Macht man doch im … richtigen … Le … ben … also, da macht es ja auch … keinen … Sinn … äh … ach egal.

Nee, Unsinn, vergessen Sie das. Ich bin ein bisschen durcheinander. HAHAHAHA! Verrückt geworden. Nix als Flausen im Kopf. Ich mach mal das Fenster auf. Frische Luft tut gut.

Gute Nacht.

hallo freunde, ich bin der beobachter — tag 172

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Nun, ich bin nachlässig geworden. Das Corona hat mich dazu gemacht. Wir sind da jetzt schon knapp ein halbes Jahr in diesem Modus und es nimmt kein Ende. Die Leute drehen durch und sie drehen durch. Ich bin müde. Und dann wiederum nicht. Ich bin wach. Gerade haben wir die neueste Folge von keine.vision aufgenommen. S02E08. Es war kurzweilig und schwupps war eine Stunde rum. Da ich ja aber seit der Rückkehr aus der Schweiz jeden Tag arbeiten muss, kann ich ja nichts hier beitragen, um die Leser*innen zum Ausrasten zu bringen. Und dann tippe ich hier am iPad und das ist ja auch so eine Sache. Da will einfach keine Inspiration aufkommen. Die Fingerlein tippeln über das teuere iPad-Glas und ich muss die ungenutzten Fingerlein krampfhaft nach oben halten, damit sie keinen groben Unfug anrichten. Ja, und das macht keinen Spaß. Also.

Dann hören Sie sich das doch mal an. Das ist schon auch ein ganz schöner Podcast. Das ist schon so. Und bald reden wir da einfach nur noch hessisch. Aber jetzt noch nicht:



Also. Nun ist Freitag und Tag 172. Es ist noch so ähnlich. Die Tage gehen rum, wie im Flug und schon ist das Jahr vorbei. Wieder ein Jahr vorbei. Wir wollten ja zwischendurch immer mal wieder nach Irgendwohin fahren mit dem Wohnmobil, aber das geht ja gar nicht. Wir müssen erstmal mit dem Büro umziehen. Und dann ist schon wieder irgendein Parteitag und dann ist Weihnachten. Mit dem Magazin Nr. #acht wollte ich auch schon fertig sein, aber ich bin leer und verbraucht. Aber ich trinke lauwarmen Kamillentee, denn Kulreet Chaudhary hat gesagt, dass Eiswürfel böse sind. Wenn man einen Schritt zurücktritt und sein Leben schaut, dann merkt man (also ich jetzt), dass es höchst absonderlich ist. Also so alles in allem und wie es aus lauter … also wie wenn man ein Bauwerk aus Lego, Fischer Technik, Bauklötzen, Felsbrocken, Schnee und Lehm wäre. So alles in allem. So seltsam. Als gehöre man hier nicht hin, aber auf so eine lustige Art und Weise, die einen verrückt macht und das aber nichts ausmacht, weil man ja schon verrückt ist. Aber ich weiß gar nicht, was verrückt sein eigentlich ist. Ich kann mich nicht erinnern. Ich kann das nicht sehen. Vor anderthalb Wochen waren wir zufällig zwei Wochen in der Schweiz und sind der Hitzewelle entflohen und jetzt ist der Sommer vorbei. Man muss sich jeden Tag vornehmen, dass es nächstes Jahr noch besser wird. Nicht so besessen, so wie der DAX oder der Dow Jones. Nur so, wie man sich vornimmt, den nächsten Pfannkuchen noch ein bisschen besser zu machen. Dass man die Buttermilch mal mit dem Quirl aufmixt, damit Luft da rein kommt. So was halt.

Ich habe neulich mein Faible für Sprühsahne entdeckt. Die von Glücksklee. Ich bekomme keine Gelder von denen. Das ist sind doch alles Arschlöcher, warum geben die mir nicht einfach 40 Millionen Euro und ich mache einfach nur noch Werbung für Sprühsahne von Glücksklee. Ich würde mir ein Hybrid-Wohnmobil bauen lassen, mit einem 2×2 Meter großen Bett hinten und so einem Bad, wie ich mir das vorstelle. Und dann fahren wir rum und sprühen uns Sahne in den Mund und ich schreibe Gedicht darüber. Das wird der Knaller. Das wäre eine klassische win-win-win-win-Situation. Außerdem bin ich großer Fan von Linda Zervakis. Ich habe heute einen Podcast gehört, da haben sich der Rapper Daniel Pongratz und die wundervolle Linda Zervakis gegenseitig ihre Sympathie erklärt. Am Ende war Linda Zervakis betrunken. Da dachte ich, das ist schon auch immer ganz schön praktisch, dass es Leute gibt, die einem sympathisch sind. Man traut sich ja gar nicht mehr, Menschen kennenzulernen zu lernen, weil die mir am Ende oder gleich am Anfang erzählen, dass es Corona nicht gibt. Oder Menschen, die ihr Land fluchtartig verlassen, scheiße finden. Oder so was in der Art. Oder Heilpraktiker. Oder so was halt. Da sind mir sympathische Menschen schon lieber. Wenn ich noch Alkohol trinken würde, würde ich mich gerne mal mit Linda Zervakis besaufen. Ach so, manchmal fragen mich Leute: „Hier, Haysner, du schreibst in deim Blog doch immer, dass du keinen Alkohol mehr trinkst. Ist das wegen, weil Du Alkoholiker bist?“ Dann muss ich aber jetzt mal sagen, folgendes: Mir ist lediglich die Lust vergangen. Es reicht. Irgendwann hat man einfach die Nase voll. Außerdem habe ich jedesmal 200 Zigaretten dazu geraucht. Und am nächsten Morgen hatte ich alles wieder vergessen. Da habe ich mit den Leuten einfach nochmal getroffen und nochmal und nochmal und hinterher hatte ich alles vergessen. Das war anstrengend und hält extrem auf. Man kommt ja nicht weiter. Und man säuft sich die Gherinzlelne wge. *rülps*

Nun möchte ich einfach draußen sitzen und das Gras riechen und da meine ich das Grad, was auf einer Wiese wächst. Einfach so’n Zeug, was halt so wächst. Das möchte ich riechen. Und ich werde bis tief in den Herbst ins Pfauenhäuschen gehen und wenn mir die Finger abfallen vor Kälte, ich zieh das durch. Und dann kommt der Winter und dann fahren wir nach Südfrankreich, wenn die Corona-Saftsack-Scheiße das zulässt und dann kommt irgendwann der Impfstoff und zwischendurch denken wir alle mal scharf nach und nehmen uns vor, es morgen noch besser zu machen. So, wie Pfannkuchen.

Gute Nacht!

welcome back to my heart – tag 168

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Man kann sagen was man will, aber es ist, was es ist.

Mit diesem sauschlauen und utlraphilsophobischnen Satz möschte ich den Comeback-Post eröffnen und ich hoffe Sie, liebe Leser*in, sind zutiefst erregt. Ich finde übrigens das gendern gar nicht schlimm. Es tut nicht weh und es ist meistens notwendig und wichtig, aber es wird wohl keine großen Sätze mehr geben in der Zukunft, die uns in höhere Sphären verweisen werden. Das kann man sich abschminken. Sätze wie „Alea*in iacta est“ oder „That’s one small step for man/woman but one giant leap for man/womankind.“ klingeln komplett bescheuert. Ja, und ich weiß, dass das „man“, das die Nasa dem überforderten Astronauten in den Mund gezwungen hat, den Menschen und die Menschheit meint und nicht den Mann, aber ich weiß auch, dass es Wort wie „Speakerin“ gibt und da geht’s ja schon los. Außerdem hasse ich es, wenn man beispielsweise „Freund*innen“ „Freund Innen“ ausspricht. Das muss anders werden. Da muss man sich noch was einfallen lassen. Oder hier: „Freiheit ist immer Freiheit des/der Andersdenkenden.“ oder „Es gibt nur eine*n Rudi Völler*in.“ oder … ach, Sie wissen schon, was ich meine. Ich meine es ja aber ernst. Das sollte man wissen, bevor man hier gleich mit cancel culture kommt.

Aber jetzt mal was ganz anderes: Ich war weg. Eigentlich wollten wir mit dem Wohnmobil den Rhein von der Quelle, bzw. ab da wo man mit dem Auto entlang fahren kann, bis zur Mündung entlang fahren und ich wollte daraus ein Magazin machen. So richtig überzeugt waren wir nicht, aber Schweden ging ja nicht aus Gründen von coronavirus disease 2019/2020. Sie wissen schon. Wir nehmen das ernst. Das scheint ja inzwischen aus der Mode gekommen zu sein. Frankreich ging nicht, wegen, weil da Ferien sind und dann sind da ja alle Spots bevölkert und Bevölkerung kann man nun ja gar nicht gebrauchen. Zu gar nichts. Und dann war es glühend heiß da draußen und so sind wir in Andermatt, also in der Nähe der einen Rheinquelle, rechts abgebogen Richtung Furka. Und dann sind wir auf mindestens 1000 Meter NMN verblieben, denn 30°C um 23:30 Uhr sind einfach zu viel. Da sehen Sie sicher auch so oder Sie haben sie eventuell nicht alle an der Poperbse. Ach kukk, das Wort Poperbse akzeptiert die Rechtschreibprüfung also. Das ist ja interessant. Und was ist mit Poperpse? Nee, das geht nicht. Was aber ist eine Poperbse? Google schweigt dazu. Nun ja. Auf jeden Fall kann ich das Dörfchen Zermatt empfehlen, aber nur morgens um 8 Uhr bis sagen wir 11 Uhr, dann wird es ungemütlich. Aber bis dahin ist es schön. Die Fußgängerzone (alles in Zermatt ist ja quasi Fußgängerzone) ist formidable und wenn Sie Ihrem Mann mal eine Louis Vuitton-Tasche kaufen wollen, dann sind Sie hier richtig. Oder eine Bratwurst. Das haben die alles da. Und Grindelwald, aber nur von oben herab. Super Klima und die Eiger-Nordwand können Sie ja links liegen lassen. Das muss man ja auch mögen, da rauf zu klettern. Und dann muss man da auch wieder heile runterkommen. Ich weiß ja nicht. Wobei ich früher™ auch viel in den Bergen herumgelaufen bin. Aber nicht in Wänden. Einmal hing ich in einer Wand parallel zu einem Wasserfall, weil wir den Weg abkürzen wollten, da hatte ich dann so eine Art Nahtod-Erlebnis und ich möchte darauf verzichten – in Zukunft und auch sonst. Aber so viel kann ich verraten: Es ist unangenehm. Und auch bin ich, in der gleichen Gegend (um Waidring/St. Ullrich am Pillersee) mal im Anschluss einer Gipfelankunft auf der anderen Seite des Berges (ich glaube Kirchberg oder Schaflberg) auf einer Plastiktüte eine Wiese hinunter gerodelt. Das war eine super Idee, denn nach ungefähr Dreimeterfuffzisch war die Tüte durchgewetzt und weitere 11 Meter später dann auch der Hosenboden. Unten angekommen prangte ein wundergerodelter Pavianarsch an mir und ich musste noch 10 Kilometer und durch die komplette Dörflichkeit nach Hause laufen. Aber so viel kann ich verraten: Es ist unangenehm. Machen Sie das nicht nach. Und in dieser Art Bergen waren wir also nun auch, nur, dass wir eine 7 Meter lange Schiffschaukel durch die Alpen bugsierten und Wanderungen sind graue Theorie. Sie wissen ja. Die Fotos und den Bericht dazu können Sie als Magazin „huck.one #acht – suisse„auf huck.boutique aka kein.shop kaufen. Aufmerksame Leser haben sicher vernommen, dass ich den Shop und die Adresse von kein.shop in huck.boutique umgewandelt habe, da mir sogar engste Bekannte gesagt haben, dass sie sich nicht trauen, dort etwas zu kaufen, da sich kein.shop wie eine Verarsche anhört. Naja, dachte ich, das will ich ja nicht. Aber huck.boutique ist doch ein toller Name. Kaufen Sie sich das Portemonnaie leer und mehren Sie Ihre Erkenntnisse. Die Schweiz ist toll. Corona-Konflikte hatten wir keine und wir sind auch weitestgehend autark dort herum gestriffen. Mal einen Supermarkt mit voller Covid-Ausrüstung und die Hände wund vom Desinfektionsmittel und die Sache ist geritzt. In Hotels und Restaurants sind wir nicht gegangen und wir können uns auch nicht vorstellen, wie man sowas machen kann in diesen Zeiten, die ja nun noch andauern. Deshalb schreibe ich hier ja auch und aber ich schlage vor, dass wir es uns nun in der neuen Realität „gemütlich“ machen, statt den Reichstag zu stürmen.

Aber jetzt, zum Schluss, nochmal was ganz anderes: Ich habe kein Verständnis … oder fangen wir anders an: Ich habe viel Verständnis für Leute, die durch Corona große Probleme bekommen haben und nicht mehr weiter wissen und vielleicht ihr Geschäft schließen müssen und eventuell in einer kleinen Wohnung, am Ende auch noch alleine, Kinder am Leben und bei Laune halten müssen, dass die sich beschweren und dass man für diese Problematiken Lösungen anbieten muss. Was ja „der Staat“ schon tut. Wir leben hier, in der „Merkel-Diktatur“ (sic!), in einer Art Phantasialand, das sollte man nicht vergessen. Und nun muss man die noch so absurde Meinungen anderer, noch so absurder Menschen aushalten und sich immer und immer sagen: Der andere könnte recht haben. Man kann es auch so formulieren: Die andere könnte recht haben. Immer erstmal innehalten, bevor man zurück schreit. Ich halte es daher für abgrundtief falsch, dass in den sozialen Medien die Vorkommnisse vor dem Reichstag am Wochenende bewertet und beurteilt werden. Die Stürmung eines Regierungsgebäudes ist eventuell noch ein ganzes Stück was anderes. Aber ich weiß es nicht. Vielleicht ist das ja auch doch so. Vielleicht ist die Polizei auf dem rechten Auge blind und vielleicht hätte sie Infos von so einer Aktion haben müssen. Aber ich weiß das nicht. Und weil ich glaube, dass ich die Fakten nicht auf Facebook finde oder sie ggf. dort nicht veri- oder falsifizieren kann, möchte ich dazu nichts mehr sagen. Ja, ich bin selbst gespannt, wie lange ich das aushalte, nichts mehr dazu zu sagen, denn im Grunde habe ich ja jetzt schon wieder was dazu gesagt, was ich nicht möchte. Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht beurteilen. Gehen Sie bitte woanders hin. Zum Beispiel zu Eurosport.

Aber jetzt muss ich erstmal die Menschheit versklaven und deren Blut trinken.

Die Zombieapokalypse – aber in dumm – Tag 143

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Ashwagandha und Brahmi. Ich sach’s nur. Heute war ein Tag. Seit 143 Tagen war ich schon nicht mehr so lange im Ponyhofbüro. Die Geschäftsleitung hat gesichtet, was wir alles umziehen, wegwerfen, verschenken, ins Sozialkaufhaus bringen. Und dann ist das Kapitel abgeschlossen. Man muss sich stets verändern. Meine Meinung.

Und dann ist es ja so, dass das heute der letzte Eintrag sein wird, bis zum 27. August. Das wird dann der 164. Tag sein. Da schreib ich weiter. Das was auf meinem seltsamen Hirn in der Zwischenzeit rauswabert, fließt umgehend in eine neue Ausgabe des Magazines huck.one. Das kann man (also Sie jetzt) übrigens auch in der huck.boutique kaufen. weh weh weh punkt huck punkt boutique. Naja, Sie kaufen sich ja doch sonst jeden Mist, da können Sie ruhig mal 200 Euro für ein paar Magazine ausgeben. Nun und eventuell geht es in dieser dann Ausgabe Nr. #acht um den Rhein. Das ist der Fluss, der hier am Haus vorbeifließt. Also nicht direkt, aber unten im Tal schwarwenzelt er sich einen ab. Der Rhein, die dumme Sau. Und dann mal sehen. Ich hab ja versprochen, dass ich das hier bis zum 999. Tag fortführe. Das wär dann der 11. Dezember 2022. 999 Tage gehen ja schneller vorbei als man denkt, aber so lange dauert diese Sache hier leider noch. Mindestens. Und das wird schon ein schönes Halligalli mit den ganzen Spinnern, wenn die das erfahren. Da muss man den Stöpsel aus den sozialen Medien rausziehen, sonst hält man es nicht aus. Aber mal sehen, vielleicht spielt die Eintracht bis dahin ja in der Champions League. Hahahahahahahahahaha! Herrlich. Mit Mario Götze als Kapitän. Sandro Wagner als Trainer. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Aber jetzt mal zu was ganz anderem: Wir sind verloren. Die vernünftigen Menschen diskutieren im Fernsehen immer noch, was man nun mit der Corona-Sache anfangen könnte und die 87 % Deppen stellen sich vor eine Kamera und sagen, dass sie gar nie an Corona denken würden. Und dabei lachen sie höhnisch, denn sie wissen etwas, was ich nicht weiß. Sie haben es geschafft. Nun kann man sich diese Leute nicht mehr weg phantasieren. Die sind ja jetzt einfach da und die bleiben auch. Das ist ein bisschen wie bei der Zombie-Apokalypse nur mit dummen Zombies. Also man findet Corona doof und trägt deswegen keine Maske und möchte aber andererseits auch keine weiteren Maßnahmen wie Lock down mehr ertragen müssen. Wenn man sich das mal überleget. Also wenn man sich den Grad dieser Dummheit, diese UN FASS BARE Dummheit mal wirklich kurz versucht anhand eines Scheißhaufens vorzustellen, der von z. B. Lisa Eckhart süffisant kommentiert wird, dann dreht man durch, Man dreht komplett durch. Man überlegt sich, ob man sich nicht irgendwo in den norwegischen Wäldern eine Hütte baut und wartet bis alles vorbei ist. Und zwar alles. Und wollte ich nicht einfach gar nicht mehr über dieses verkackte Dilemma schreiben?! Ich muss meinen Fernseher aus dem Fenster schmeißen und die URLs von spiegel.de sperren und überhaupt, alles sperren. Nichts mehr nachschauen, nichts mehr lesen. Nur noch Kunst produzieren. Ich hab mir ja jetzt alles geduldig angehört, ich habe mir ein Bild gemacht, ich weiß es ja nun. Ins Detail muss ja nur gehen, wenn man von fachlicher Seite an die Dinge rangehen will. Ich muss das aber nicht. Ich kann das ja auch nicht. Ich warne Sie, ich werde mit jedem Buchstaben, den ich hier tippe schlechter gelaunt. Es ist besser, ich höre jetzt auf und