karl-lauterbach-fanclub wiesbaden frauenstein – tag 246

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Wicht kommt übrigens nicht von „wichtig“. Aber nun mal zu was nicht gänzlich anderem.

Ich als Wahlfreak bin natürlich sehr an Wahlen interessiert. So habe ich mir natürlich auch die US-Wahl genüsslich reingezogen und mir so die Nacht vom 3. auf den 4. November um die Ohren geschlagen. Den Schlafmangel kompensiere ich am Samstagnachmittag von 16:00 bis 19:45 Uhr. Vorher habe ich keine Zeit. Ich kann ohnehin nicht schlafen und befinde mich also nun in diesem jetlag-esken Zustand der Zeitlosigkeit sowie der Euphorie für irgendwas. Zwischendurch schaue ich bei zeit.de nach, wie es so steht. Die Zahlen stagnieren bei 253 zu 213 Wahlmänner zu Gunsten Joe Bidens. Und drum herum sind ungefähr 35 Artikel platziert, aus denen hervorgeht, dass Trump die Auszählungen stoppen lassen will. Auch in den Bundesstaaten, in denen er vorne liegt. Man könnte den Eindruck bekommen, dass er den Verstand verloren hat. Aber das ist ja nicht das Verwunderlichste an der Sache, der Eindruck ist ja nicht neu. Nun, als Laie in Sachen Recht, bin ich aber irritiert, dass alles, alles, alles was er sich so denkt und was er gerne hätte auch rechtlich möglich ist und gemacht wird. Es sind Heerscharen von Anwälten nun damit beschäftigt, diese Stopps durch- bzw. umzusetzen. Wer zahlt das? Warum stoppt das denn niemand? Oder ist das auch Demokratie? Dann will ich nichts gesagt haben. Dann muss das wohl so sein. Es fällt wahrscheinlich nur auf, weil ein derartig geneigter Mensch noch nie auf seiner Postion in einem an sich demokratisch orientierten Environment am Hebel war.

Also jetzt. Es scheint geschafft zu sein und der orangene Mann ist abgewählt. Der Horror-Clown. Nun habe ich ja seit ungefähr 53 Jahren das Gefühl, ich werde verrückt, aber in den letzten Jahren ist es ein Teil meiner Existenz. Diese Frage, was nur mit der Menschheit los ist. Dieses Gefühl, immer weniger Menschen zu begegnen, die gut sind. Ob im Beruf, wo die Zahl der Menschen die professionell, kompetent oder gar brilliant agieren immer weniger wird. Es gibt auch im Privatsektor immer weniger Leute mit denen ich was anfangen kann. Ich war von November 2007 bis August 2016 bei Twitter und was mir dort für Menschen begegnet sind, das ist unbeschreiblich. Als wäre Twitter ein Hort von einer ganz speziellen Sorte Mensch. Ganz schlimm. Von den Hunderten sind vielleicht mal ein Duzend übrig geblieben, mit denen ich überhaupt noch zu einem Wechsel von Worten im Stande bin. Ganz zu schweigen, dass man sich über den Weg laufen möchte. Wahrscheinlich beruht das auf Gegenseitigkeit. Aber was ist geschehen? So viel kann man aber sagen: die Kommunikation ist kaputt. Missverständnisse oder komplettes Unverständnis geben sich die Klinken in die Hand. Und weil ohnehin nicht alles auch so schon kompliziert ist, wird jede Restform der Kommunikation mit der ewigen Ironie den Abhang der Verständnislosigkeit hinunter gekickt. Wir sind verloren. Der Präsident der US of A oder Leute wie Boris Johnson oder Alice Weidel sind da ja nur die symbolischen Spitzen der Eisberge. So wird es eben, wenn alle Gedankenwelt nur noch aus möglichst originellen 1-Zeilern besteht. Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, dass es sich jemals nich zum Guten wendet. Sonst wären wir wirklich verloren. Aber nun echt mal richtig wirklich. Ich übertreibe nicht.

In unserem Podcast keine.vision hatten wir uns überlegt, dass wir die Kolumne „5 gute Leute“ einzuführen. Da soll dann Boon Beckmann und ich jeweils 5 Leute benennen, die uns in der Vorwoche positiv aufgefallen sind. Aber 5 Stück? Wie um alles in der Welt sollen wir denn auf 5 gute Leute kommen?

So. Jetzt aber. Tag 246. Habe zwei Ansätze gebraucht und das ist ja auch nicht alltäglich, was ich hier mache, aber da ich gerade auf Blutwurst bin, dachte ich, schreibste mal was. Also, ich hab’s ja oben schon erwähnt … der orangene Mann ist wahrscheinlich weg. Er macht aber Fisimatenten (so schreibt das die Wikipedia, aber es heißt ja bekanntlich Fissematenden) und es ist ein Graus, sich das anzuschauen. Aber da das ja nun erledigt ist, können wir uns wieder der Pandemie zuwenden.

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen doch jetzt sehr erstaunt sind, dass das jetzt wieder krass ab geht. Aber Karl Lauterbach hat immer gewarnt. Und er hat natürlich recht behalten. Christian Drosten hat das auch gesagt, dass die 2. Welle kommt, aber irgendwann hatte er keinen Bock mehr, das jeden Tag hinauszurufen. Er hat es auch einfach gesagt. Christian Drosten muss nicht warnen. Er muss es nur sagen. Einfach sagen und dann ist das auch so. Das finde ich toll. Und ich glaube ihm das auch alles. Nun hat sich das aber auch bewahrheitet. Aber das war ja auch klar. Ich entferne mich gedanklich immer mehr von den Leugnern. Ich kann sie schon gar nicht mehr hören, geschweige sehen. Wir reden viel zu viel darüber. Leider ist das Anprangern von „viel zu viel darüber reden“ auch darüber reden.

Inzwischen ist das Leben ja einfach so und es wird auch noch lange so sein und aber eines Tages, das habe ich mir immer so vorgestellt, werden die Einschränkungen in nostalgischer Verklärung einfach zu einem Teil des Lebens. Natürlich gilt das nicht für die, die daran ernsthaft erkrankt oder gar verstorben sind und deren Angehörige. Natürlich, das möchte ich gerne immer wieder auch erwähnen, wäre mir das Sterben nicht recht. Sterben ist mir nach wie vor ein Graus. Drum müssen wir uns auch an das neue Leben gewöhnen und das Beste draus machen.

Und nun möchte ich auf 3 Filmchen hinweisen, für die die aktuelle Bundesregierung verantwortlich zeichnet. Ja, die Regierung weiß auch nicht immer alles und sie macht auch nicht alles richtig. Es ist zum Beispiel ein Wunder und bedeutet für uns hier oben auf dem Berg einen großen Aufwand, überhaupt ins Internet zu kommen und wir wohnen nicht deep in the forest, sondern am Rande einer Stadt. Die Stadt ist in Sichtweite und doch erreicht uns das Internet nur gegen eine sehr hohe Gebühr an die Telekom. Das ist nicht richtig und ich prangere das an. Aber bei den Spots, da hat die Regierung ein gutes Händchen bei der Auswahl der Agentur gehabt, die die Filme erdacht und erschaffen hat. Ich bin mir sicher. dass der Der Andreas Stöckmann oder die Der Bernd Ringsdorf Fernuniversität wissen, welche Agentur das war. Schreibt’s in die Kommentare.

Aber nun, bitte sehr:



Und nun. wenn ich total naiv wäre, hätte ich womöglich gesagt, dass das jetzt ja nun wirklich JEDER gut finden wird und lustig und ein bisschen tröstlich. Aber natürlich nicht. Sascha Lobo hat dazu etwas gesagt, das ich komplett so auch gesagt hätte, wenn ich so schlau wäre wie Sascha Lobo, nämlich dieses hier:

„Deutsches Twitter selten knalldackeliger (und deutscher), als wenn diese brillanten Corona-Spots auf Krampf scheiße gefunden werden. Manche Leute erreicht man so und nur so, also lasst eure innere Abiturientenkonferenz EINMAL für zehn Minuten NICHT raushängen.“

twitter.com/saschalobo

Das Wort „Abiturientenkonferenz“ baue ich jetzt auch in mein Showprogramm 2020/21 ein. Jetzt machen wir das genauso wie die in den Filmen. Nur ohne Kentucky Fried Chicken. Und wir dösen noch ein bisschen, bis Schlafenszeit ist. Nebenan am iMac lädt das neue MacOS und die Ladezeit ist jetzt immerhin von 74 Tagen auf 1 Tag Restdauer runtergeklettert. Also warten wir mit dem Weiterschauen von „The Boys“ bis morgen Abend, denn das Netz ist ja jetzt voll.

Danke Telekom, danke LTE, danke Merkel. 😂

(P.S.: Der Download hat nach ca. 2 von 12 GB seine Downladerei beendet. Hallo Telekomiker, interessiert Euch das?)

sieben treffen wein‘ – tag 232

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Morgen, also übermorgen, naja sagen wir in ein paar Wochen, dann wissen wir wer der neue oder alte Präsident der USA sein wird. Ich habe Angst. Aber ich frage mich, wovor eigentlich? Da alles scheiße ist, müsste man mehr machen, mehr sagen. Jetzt wo die Kultur wieder eingedampft wird, müsste man was anderes machen. Zuhause sitzen und zu skypen geht ja noch. Also mehr Podcast. Mehr labern. Mehr Meinung raushauen. Mehr Halbwissen, mehr halbgare Witze, noch mehr Leere raushauen. Podcast machen und keine sozialen Medien nutzen, ist schwer. Man erreicht die Zielgruppe nicht. Aber ich bin es so satt. Diese Medien sind schlimm und sie haben mir das Gehirn (und die auch die Seele) ausgesaugt. Und ich soll doch da doch mehr so real sein. Nicht immer nur geschönte Bilder posten. Sondern auch mal zeigen, dass nicht alles aus Gold ist. Aber ich will doch nicht. Ich male schöne Bilder oder seltsame Bilder oder irgendwas, aber doch nicht etwas, was andere Leute sagen, dass ich das so machen müsste. Ach, was weiß denn ich. Social Media my ass.

Und dann also sitzen wir wieder zuhause. Wie schon seit 232 Tagen. Also am Dienstag, den 03. November 2020 ist der 232. Tag, seit wir uns ins Home Office verzogen haben und alle Maßnahmen hier auch privat ergriffen haben und uns einfach die Regeln gehalten haben. Ich hatte exakt 7 Treffen mit anderen Menschen, als der lieben Frau (die auch gestreng sein kann), in dieser Zeit und alle diese Treffen fanden im Garten vor dem Pfauenhäuschen statt. Und soll ich mal hier eine non mention absondern? Nicht alle diese Treffen waren so, wie man sich die Essenz aus menschlichen Kontakten vorstellt. Also wenn man nur 7 Elemente, Paare, Grüppchen trifft, 7 in einem Jahr, ein Wahnsinn, das ist ja wahrlich ein Eremitenleben, dann müssen diese 7 Treffen aber auch allesamt sensationell sein und man muss sich denken, dass war jetzt wirklich der Superknüller, gut dass man die jetzt getroffen hat. Und das war’s ja auch fast immer. Einmal allerdings, das saßen wir dann da und, ich glaube, jeder merkte, das ist es jetzt nicht. Ein Feuerwerk an Missverständnissen und Fehlurteilen, gepaart mit so tun, als sei alles, ja wirklich alles cool und ohnehin nicht so wichtig und überdies überbewertet. Das Wort „überbewertet“ fiel sehr oft. Vieles war überbewertet. Eigentlich alles. Schade, dachte ich, als ich noch Alkohol trank, war vieles leichter. Da bin ich dann heim, zur lieben Frau, die auch gestreng sein kann, was sie aber eher selten ist und ich das deshalb nicht so oft hier aufführen sollte, da sonst der Eindruck entsteht, sie sei sehr oft streng … zu also dieser Frau bin ich dann heim und habe gesagt, dass das jetzt aber auch sehr seltsam war. Das Treffen. Also nicht viel seltsamer als viele andere Treffen mit Menschen, aber weil es ja dies Jahr (Corona) so wenige Treffen waren, da fiel das so unangenehm auf. Also es war jetzt auch nicht richtig unangenehm, es war halt nur nicht angenehm. Ich hab seitdem auch nichts mehr gehört von den Teilnehmer*innen des Treffens. Ich glaube wir treffen uns nicht mehr. Vielleicht mal in 25 Jahren. Dann hätten wir alle lange Bärte gingen am Stock. HAHAHAHAHA! Mach ich ja jetzt schon. Naja. Jetzt werde ich mich vermutlich dieses Jahr nicht mehr mit Menschen treffen. Mich zieht’s ja auch nur bedingt zu Menschen, aber andererseits möchte man ja kein Waldschrat werden oder so ein Verrückter, der mit seiner verrückten Frau (die auch gestreng sein kann (BATSCH!!!)) sozial verwahrlost und sich nur noch mit Gummiponys, Plüschhündchen, Wollknäuel und seinen zahlreichen Devices unterhält. Oder mit der Rotweinmousse. Mein iPad hat mir neulich ein Comic von Édika vorgetragen. Leider merkte ich da erst, dass es auf französisch war. Da war ich beleidigt und hielt Siri dazu an, dass es mir „Holzfällen“ von Thomas Bernhard vorlesen möge, damit ich den Frust über mein mangelnden französisches Sprachvermögen vergesse. Manchmal rede ich auch mit meinem Plattenspieler. Eigentlich ja nur mit dem Antriebsriemen, weil der immer hinabfällt. Er ist weiß. Ich hätte gerne einen schwarzen Riemen.

Ja, auch mit meinem Teekrug habe ich schon ausschweifende Gespräche über die Gesellschaft geführt. Neulich habe ich ihm erzählt, dass ich selbst davon überrascht wäre, dass ich plötzlich von einem auf den anderen Tag keinen Kamillentee mehr trinken wollte und nun total hot auf Pfefferminztee sei. Da hat der Teekrug gesagt, dass er das nicht so eng sähe und Abwechslung ja nun nichts Schlechtes sein. Immerhin habe er jetzt seit März ausschließlich Kamillentee in sich aufbewahrt, denn den Grünen Tee habe ich ja immer gleich in meine Mitnehmflasche gefüllt. Da habe er, der Krug. sich manchmal gefragt, ob er es wohl noch erlebe, dass ich einen anderen Tee in ihm aufbewahre, bevor er dereinst zerbricht. Da habe ich mit einer leicht jodelnden, aber betont lässigen Stimme geantwortet, dass er sich viel zu viel Gedanken mache und dann haben wir beide gelacht. Und nun koche ich mir Pfefferminztee und dann mal hören, was der Bottarga, den ich mir unbedingt noch hobeln muss, so zu erzählen hat.

Gute Nacht!

schöne scheiße – tag 230

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Am vorletzten Sonntag habe ich mir so beim Nasenbohren überlegt, dass mir JETZT in diesem Moment, in dem mein rechter Zeigefinger in meiner eigenen Nase stak (obgleich ich ja Linkshänder bin), Donald John Trump so dermaßen auf den Sack geht, dass ich fast heulen musste vor Wut und anschließend für 72 Stunden eine Depression auf meiner Gemütscouch sitzen hatte, die mich blöd ankukkte. „Was geht, Du dumme Sau?!“ fragte ich die Depression, aber sie lachte nur und ging in die Küche. Dort hörte ich, wie sie in unserem Kühlschrank herumwühlte und sich über unsere Käsesorten mokierte. Was soll man denn nur machen? Was, wenn Trump nicht in der Nacht zum 4. November aus dem Amt gewählt wird? Was, wenn es knapp wird? Was, wenn er die Wahl anficht und klagt. Was, wenn sich diese Prozesse bis ins nächste Jahr ziehen und immer und immer wieder dieser unsägliche „Mensch“ da im Oval Office hockt, noch dreister und dümmlicher in die jede Kamera grinst und noch dreistere und dümmlichere █████ labert und danach handelt? Wie soll man das ertragen?! WIE SOLL DIE MENSCHHEIT DAS ETRAGEN?!?!?!

Ich habe mich dann bei Spiegel Online abgemeldet. Also alle meine Abos gekündigt und meinen Account gelöscht. 1.) weil ich mich maßlos über deren Support ärgerte und 2.) weil ich seit Jahren JEDEN TAG lesen muss, dass MORGEN die Rezession kommt. Jeden Tag. Spiegel Online kommt mir inzwischen schon seit Jahren vor, wie das Presseorgan der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“. Kennt ja heute niemand mehr. Aber da kam es mir so vor, als wolle man die Leute bloß verunsichern und angstbedeckt halten. Also, wenn man den Leuten nur dauernd erzählt, dass eine Krise kurz bevor steht, werden die Leute sich mehrfach überlegen, ob sie sich zum Beispiel auf der Arbeit krank melden, wenn sie krank sind, oder Gehaltsforderungen stellen. Wenn die Leute nur Angst haben, dann sind sie formbar. Aber warum würde der Spiegel, bzw. Spiegel Online sowas wollen? Des puren Clickbaitings wegen? Menschen kaputt machen? Die Macht an sich reißen? Die Menschheit vernichten? Zusammen mit Heilpraktiker*innen Reichstag stürmen? Was will der Spiegel? Ich habe das natürlich jetzt nicht wissenschaftlich analysiert, aber ich glaube, seit mindestens 4 Jahren stehen JEDEN Tag mindestens 5 Trump-Artikel auf der Startseite, seit März daneben 17 Artikel zu Corona. Fast alle diese Artikel enden mit der Pointe, dass der Untergang vor der Tür steht. Ja, kann ja sein. Trump ist schwierig. Corona auch. Die Leute haben’s ja monatelang nicht gerafft, dass man besser den Empfehlungen gefolgt wäre, statt blöd grinsend Corona-Partys zu feiern und sich zum Singen von Liedern in geschlossenen Räumen zu treffen oder. wenn überhaupt, die Maske auf Halbmast unter der Nase zu tragen. Und dann siehst Du, dann fühlst Du jedenfalls, entsteht der Eindruck, dass die meisten Menschen einfach █████ sind. Und jetzt kommt der NO-vember und alle müssen wieder zuhause bleiben. Jedenfalls zum Teil. Zuhause bleiben light. Aber es ist ja auch egal. Diese Pandemie wird auch nach diesen Monat überstehen. Möglichweise ist die Pandemie schlauer als die Menschheit. Es geht immer weiter. Womöglich für immer. JA WAS WEISS DENN ICH?!?!?

Aber jetzt mal zu was ganz anderem. Wann hat das eigentlich angefangen, dass es gesellschaftlich extrem angesehen ist, dass man alles mögliche eklig findet und das auch lauthals kundtut. Also nicht, wie früher bei den Pfadfindern, dass man bei einem Eis, das in den Sand gefallen ist, einfach den Sand ableckt, ausspuckt und dann das Eis zu Ende ist. So was halt. „Dreck reinigt den Magen.“, hat mein Opa immer gesagt. Aber das will ja keiner mehr hören. Lieber möchte man Pienzchen sein, ein Waschlappen, ein feuchtes Handtuch, eine Heulsuse. Es gilt als lässig, dass man Rosenkohl eklig findet oder Waldmeister oder Bucheckern oder Tiere, die kleiner sind als ein Sackpinscher. Oder Tiere überhaupt. Oder Körperflüssigkeiten. Oder wenn man sagt, dass man sich heute an diesem eiskalten Wintertag mal nicht 2x täglich geduscht hat – eklig. Neulich wollte die Moderatorin Bettina Tietjen in einer Sendung erzählen, wie sie die Toilette ihres Wohnmobiles entsorgt, wie einfach das also sei. Da haben alle, noch bevor sie angefangen hat den Vorgang zu schildern, geschrien und Dinge gerufen wie „too much information“ und „lalalalalalala“ und sich die Ohren zu gehalten. Als hätte Bettina Tietjen gesagt, dass sie jetzt mal ein paar Stuhlproben zum Probieren herumreichen würde. Ich finde █████ nun auch nicht sonderlich interessant oder lecker oder in irgendeiner Weise z.B. sexuell anregend und ich rieche ihn auch nicht gerne, weil, █████ stinkt halt. Aber das Entsorgen einer Wohnmobil-Toilette ist nun wirklich nichts Gruseliges. Es macht keinen Spaß und wenigstens das Loch, in das man sie entsorgt, stinkt naturgemäß zum Himmel, aber den Vorgang der Entsorgung einer Wohnmobil-Toilette hätte man kaum harmloser gestalten können. Ein Hoch auf die Ingenieurskunst. Was geht ab mit den Leuten? Geht’s noch?! Und das sind ja auch nich alles Männer. Männer sind der letzte ████. Wie soll denn das weiter gehen??? Wie sollen denn Waschlappen die Geschicke der Menschheit in die richtige Richtung lenken? JA JETZT KOMMEN WIEDER DIE TRÄNEN AUF KNOPFDRUCK DAS KENNEN WIR SCHON!!!!

Wie ich komme ich jetzt auf das Thema? Das mit Trump und dem Spiegel, das hatte ich schon vor vier Tagen geschrieben und dann aber nicht weiterverfolgt und als ich eben so dasaß und über die ████ Menschheit (87%) nachdachte und da fiel mir das ein. Leute sollten mal wieder in den Wald gehen oder sich einfach mal auf eine Wiese legen oder sich einen 3-beinigen Hund kaufen. Oder wenigstens einen richtigen Hund. Also einen, der aussieht wie ein Wolf. Nicht so ein Sackpinscher. Oder überhaupt. Oder mir nicht auf den Sack gehen. Ich will das alles nicht hören. Und jetzt schreiben Sie mir nicht wieder ellenlange Briefe. Das fucked mich alles ab und ich les‘ das auch gar nicht mehr. Da hab ich schon 1987 mit aufgehört. Da sind Sie ja noch mit der Trommel um den Christbaum gelaufen. Sie Waschlappen.

GUTE NACHT!!!

sieben jahre in covid – tag 219

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Hi Leude, ich bin’s!

Gestern bei Lanz, ich habe vergessen, wer das war, hat jemand gesagt, dass das hier* (*Corona) noch 3 Jahre so weiter gehen könnte. Also er hat Zahlen genannt. Zuvor hatte die Virologin Helga Rübsamen-Schaeff erklärt, warum wir erst am Anfang der Pandemie stehen. Da ist die Gruppe zusammengezuckt. Man denkt, so glaube ich, wenn man den Leuten jetzt schon jetzt die ganze Wahrheit unterbreitet, drehen sie durch. Wenn jedoch die Leute denken, dass es im nächsten Frühjahr vorbei ist, dass wir das dann schon schaffen. Und zwar ohne sich zu bemühen. Einfach nicht wahr haben, dass das jetzt der neue Alltag ist. Einfach nicht dran denken. Lalalalalala und Ohren zu halten. Und die Augen. Aber, ja auch ich, der alte Fun-Virologe, sage ja schon seit Monaten, dass es so sein wird. Wir haben es verkackt. Wir haben die Arten sterben lassen aka umgebracht und wir dachten, dass man einfach alles mit einem Gesicht und in jedem Zustand essen könnte. Fischen beim lebendigen Leib ein Stück Bauch rauschneiden, kein Problem. Fledermäuse grillen, null Problemo. Die grotesk vergrößerte Fettleber von Vögeln herstellen und essen, exquis et savoureux. Oder Monokulturen fressen für deren Herstellung man den halben Regenwald abbrennt. Aber sich über Rohkost aufregen. Das haben wir gerne.

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die zombieapokalypse – tag 218

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Besonders frappierend finde ich sogenannte Menschen, die Eltern sind, also Kinder in ihrer Obhut haben und einem Satiremagazin wie dem Postillion ernsthaft auf irgendwelche (Satire-)Meldungen antworten und denen erklären, dass sie zu blöd sind zu erkennen, dass Corona eine Erfindung der Regierung ist. Wobei die Regierung natürlich nicht die Regierung ist, sondern die Regierung ja nur irgendwelche Handpuppen, in deren Arsch die Hand einer geheimnisvollen Macht steckt. So jedenfalls ungefähr.

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corona for ever – tag 217

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Man kann es überall sehen. Die Menschen in diesem Land (und wahrscheinlich auch in zahlreichen anderen Ländern) hatten seit März Zeit, sich „ein bisschen“ mehr an „die Situation“ zu gewöhnen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, damit sich das Virus nicht weiter verbreitet oder es gar zu einem weiteren Lockdown kommt.

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wiener schnitzel – tag 215

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Ja, ich weiß.

Aber jetzt mal zu was ganz anderem. Wie ich ja schon bereits seit ca. Tag 005 erwähne, mir fällt nichts ein. Es ist passiert einfach nichts. Man kann es sich ja nicht aus den Fingern saugen. Nun könnte ich über meine Empfindungen angesichts der eventuellen CoVid-19-Infektion des amerikanischen Clowns etwas sagen. Aber was soll das sein? Häme? Oder, dass ihm alles Gute wünsche? Oder, dass ich ihm theoretisch alles Gute wünsche, weil man das ja so macht.

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