welcome back to my heart – tag 168

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Man kann sagen was man will, aber es ist, was es ist.

Mit diesem sauschlauen und utlraphilsophobischnen Satz möschte ich den Comeback-Post eröffnen und ich hoffe Sie, liebe Leser*in, sind zutiefst erregt. Ich finde übrigens das gendern gar nicht schlimm. Es tut nicht weh und es ist meistens notwendig und wichtig, aber es wird wohl keine großen Sätze mehr geben in der Zukunft, die uns in höhere Sphären verweisen werden. Das kann man sich abschminken. Sätze wie „Alea*in iacta est“ oder „That’s one small step for man/woman but one giant leap for man/womankind.“ klingeln komplett bescheuert. Ja, und ich weiß, dass das „man“, das die Nasa dem überforderten Astronauten in den Mund gezwungen hat, den Menschen und die Menschheit meint und nicht den Mann, aber ich weiß auch, dass es Wort wie „Speakerin“ gibt und da geht’s ja schon los. Außerdem hasse ich es, wenn man beispielsweise „Freund*innen“ „Freund Innen“ ausspricht. Das muss anders werden. Da muss man sich noch was einfallen lassen. Oder hier: „Freiheit ist immer Freiheit des/der Andersdenkenden.“ oder „Es gibt nur eine*n Rudi Völler*in.“ oder … ach, Sie wissen schon, was ich meine. Ich meine es ja aber ernst. Das sollte man wissen, bevor man hier gleich mit cancel culture kommt.

Aber jetzt mal was ganz anderes: Ich war weg. Eigentlich wollten wir mit dem Wohnmobil den Rhein von der Quelle, bzw. ab da wo man mit dem Auto entlang fahren kann, bis zur Mündung entlang fahren und ich wollte daraus ein Magazin machen. So richtig überzeugt waren wir nicht, aber Schweden ging ja nicht aus Gründen von coronavirus disease 2019/2020. Sie wissen schon. Wir nehmen das ernst. Das scheint ja inzwischen aus der Mode gekommen zu sein. Frankreich ging nicht, wegen, weil da Ferien sind und dann sind da ja alle Spots bevölkert und Bevölkerung kann man nun ja gar nicht gebrauchen. Zu gar nichts. Und dann war es glühend heiß da draußen und so sind wir in Andermatt, also in der Nähe der einen Rheinquelle, rechts abgebogen Richtung Furka. Und dann sind wir auf mindestens 1000 Meter NMN verblieben, denn 30°C um 23:30 Uhr sind einfach zu viel. Da sehen Sie sicher auch so oder Sie haben sie eventuell nicht alle an der Poperbse. Ach kukk, das Wort Poperbse akzeptiert die Rechtschreibprüfung also. Das ist ja interessant. Und was ist mit Poperpse? Nee, das geht nicht. Was aber ist eine Poperbse? Google schweigt dazu. Nun ja. Auf jeden Fall kann ich das Dörfchen Zermatt empfehlen, aber nur morgens um 8 Uhr bis sagen wir 11 Uhr, dann wird es ungemütlich. Aber bis dahin ist es schön. Die Fußgängerzone (alles in Zermatt ist ja quasi Fußgängerzone) ist formidable und wenn Sie Ihrem Mann mal eine Louis Vuitton-Tasche kaufen wollen, dann sind Sie hier richtig. Oder eine Bratwurst. Das haben die alles da. Und Grindelwald, aber nur von oben herab. Super Klima und die Eiger-Nordwand können Sie ja links liegen lassen. Das muss man ja auch mögen, da rauf zu klettern. Und dann muss man da auch wieder heile runterkommen. Ich weiß ja nicht. Wobei ich früher™ auch viel in den Bergen herumgelaufen bin. Aber nicht in Wänden. Einmal hing ich in einer Wand parallel zu einem Wasserfall, weil wir den Weg abkürzen wollten, da hatte ich dann so eine Art Nahtod-Erlebnis und ich möchte darauf verzichten – in Zukunft und auch sonst. Aber so viel kann ich verraten: Es ist unangenehm. Und auch bin ich, in der gleichen Gegend (um Waidring/St. Ullrich am Pillersee) mal im Anschluss einer Gipfelankunft auf der anderen Seite des Berges (ich glaube Kirchberg oder Schaflberg) auf einer Plastiktüte eine Wiese hinunter gerodelt. Das war eine super Idee, denn nach ungefähr Dreimeterfuffzisch war die Tüte durchgewetzt und weitere 11 Meter später dann auch der Hosenboden. Unten angekommen prangte ein wundergerodelter Pavianarsch an mir und ich musste noch 10 Kilometer und durch die komplette Dörflichkeit nach Hause laufen. Aber so viel kann ich verraten: Es ist unangenehm. Machen Sie das nicht nach. Und in dieser Art Bergen waren wir also nun auch, nur, dass wir eine 7 Meter lange Schiffschaukel durch die Alpen bugsierten und Wanderungen sind graue Theorie. Sie wissen ja. Die Fotos und den Bericht dazu können Sie als Magazin „huck.one #acht – suisse„auf huck.boutique aka kein.shop kaufen. Aufmerksame Leser haben sicher vernommen, dass ich den Shop und die Adresse von kein.shop in huck.boutique umgewandelt habe, da mir sogar engste Bekannte gesagt haben, dass sie sich nicht trauen, dort etwas zu kaufen, da sich kein.shop wie eine Verarsche anhört. Naja, dachte ich, das will ich ja nicht. Aber huck.boutique ist doch ein toller Name. Kaufen Sie sich das Portemonnaie leer und mehren Sie Ihre Erkenntnisse. Die Schweiz ist toll. Corona-Konflikte hatten wir keine und wir sind auch weitestgehend autark dort herum gestriffen. Mal einen Supermarkt mit voller Covid-Ausrüstung und die Hände wund vom Desinfektionsmittel und die Sache ist geritzt. In Hotels und Restaurants sind wir nicht gegangen und wir können uns auch nicht vorstellen, wie man sowas machen kann in diesen Zeiten, die ja nun noch andauern. Deshalb schreibe ich hier ja auch und aber ich schlage vor, dass wir es uns nun in der neuen Realität „gemütlich“ machen, statt den Reichstag zu stürmen.

Aber jetzt, zum Schluss, nochmal was ganz anderes: Ich habe kein Verständnis … oder fangen wir anders an: Ich habe viel Verständnis für Leute, die durch Corona große Probleme bekommen haben und nicht mehr weiter wissen und vielleicht ihr Geschäft schließen müssen und eventuell in einer kleinen Wohnung, am Ende auch noch alleine, Kinder am Leben und bei Laune halten müssen, dass die sich beschweren und dass man für diese Problematiken Lösungen anbieten muss. Was ja „der Staat“ schon tut. Wir leben hier, in der „Merkel-Diktatur“ (sic!), in einer Art Phantasialand, das sollte man nicht vergessen. Und nun muss man die noch so absurde Meinungen anderer, noch so absurder Menschen aushalten und sich immer und immer sagen: Der andere könnte recht haben. Man kann es auch so formulieren: Die andere könnte recht haben. Immer erstmal innehalten, bevor man zurück schreit. Ich halte es daher für abgrundtief falsch, dass in den sozialen Medien die Vorkommnisse vor dem Reichstag am Wochenende bewertet und beurteilt werden. Die Stürmung eines Regierungsgebäudes ist eventuell noch ein ganzes Stück was anderes. Aber ich weiß es nicht. Vielleicht ist das ja auch doch so. Vielleicht ist die Polizei auf dem rechten Auge blind und vielleicht hätte sie Infos von so einer Aktion haben müssen. Aber ich weiß das nicht. Und weil ich glaube, dass ich die Fakten nicht auf Facebook finde oder sie ggf. dort nicht veri- oder falsifizieren kann, möchte ich dazu nichts mehr sagen. Ja, ich bin selbst gespannt, wie lange ich das aushalte, nichts mehr dazu zu sagen, denn im Grunde habe ich ja jetzt schon wieder was dazu gesagt, was ich nicht möchte. Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht beurteilen. Gehen Sie bitte woanders hin. Zum Beispiel zu Eurosport.

Aber jetzt muss ich erstmal die Menschheit versklaven und deren Blut trinken.

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