sieben jahre in covid – tag 219

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Hi Leude, ich bin’s!

Gestern bei Lanz, ich habe vergessen, wer das war, hat jemand gesagt, dass das hier* (*Corona) noch 3 Jahre so weiter gehen könnte. Also er hat Zahlen genannt. Zuvor hatte die Virologin Helga Rübsamen-Schaeff erklärt, warum wir erst am Anfang der Pandemie stehen. Da ist die Gruppe zusammengezuckt. Man denkt, so glaube ich, wenn man den Leuten jetzt schon jetzt die ganze Wahrheit unterbreitet, drehen sie durch. Wenn jedoch die Leute denken, dass es im nächsten Frühjahr vorbei ist, dass wir das dann schon schaffen. Und zwar ohne sich zu bemühen. Einfach nicht wahr haben, dass das jetzt der neue Alltag ist. Einfach nicht dran denken. Lalalalalala und Ohren zu halten. Und die Augen. Aber, ja auch ich, der alte Fun-Virologe, sage ja schon seit Monaten, dass es so sein wird. Wir haben es verkackt. Wir haben die Arten sterben lassen aka umgebracht und wir dachten, dass man einfach alles mit einem Gesicht und in jedem Zustand essen könnte. Fischen beim lebendigen Leib ein Stück Bauch rauschneiden, kein Problem. Fledermäuse grillen, null Problemo. Die grotesk vergrößerte Fettleber von Vögeln herstellen und essen, exquis et savoureux. Oder Monokulturen fressen für deren Herstellung man den halben Regenwald abbrennt. Aber sich über Rohkost aufregen. Das haben wir gerne.

Und nun sitze ich also wieder hier in meiner Gartenlaube und mache einen auf Gartenlauben Office. Ich suche gerade Gelbtöne raus und bemühe zu diesem Zwecke unter anderem meinen HKS K-Farbfächer. HKS K ist für Kunstdrucke und Bilderdruckpapiere zuständig. Wahrscheinlich wird das nie verwendet. Aber Hauptsache mal rausgesucht. Die Leute wissen doch gar nicht mehr, was HKS ist. Wer hat denn heute noch Farbfächer?! Heutzutage wird ja alles digital gedruckt. Und alle wollen nur billig. Ein trauriges Hallo nach Bad Kreuznach <3

Und nun lebe ich also den 219. Coronatag, als wäre das alles ganz normal. Im Home Office kann man zum Beispiel nebenher „Sieben Jahre in Tibet“ kukken. Was wohl Heinrich Harrer gedachtet hat, als er Brad Pitt so in seiner Rolle herumschönlingen sah. Er hat sich das bestimmt jeden Tag angeschaut. Und auch Lhamo Döndrub müsste amüsiert sein. Wenn ich Lhamo Döndrub sehe, ist er ja immer fröhlich. Daran müssen wir uns ein Beispiel nehmen. Auch wenn die Chinesen in Dein Land einwandern bzw. einmarschieren, auch wenn sie deine Tempel kaputt und die Leute verrückt machen – immer fröhlich sein. Als Dalai Lama hat man natürlich gut lachen, denn dann ist man ja erleuchtet und Erleuchtung ist immer gut. Erleuchtung ist quasi die Antwort auf alle Fragen. Ich persönlich wüsste aber nicht, ob ich jetzt schon erleuchtet sein wollte. Erstmal noch ein paar sinnlose Magazine machen und so. Und die liebe Frau, müsste ich die dann an der Pforte der Erleuchtung abgeben? Das wäre mir nicht recht. Aber wenn man dereinst in ca. 58 Jahren stürbe, würde ich schon gerne ein bisschen mehr erleuchtet sein als jetzt. Da ich mich mit Erleuchtung aber nicht auskenne, weiß ich auch nichts um deren Voraussetzung. Dem jungen Lhamo Döndrub gab’s der Herr ja im Schlafe. Er wurde quasi für erleuchtet erklärt. Qua Gesetz. Da ist dem nihilistischen Chinesen natürlich die Hutschnur geplatzt. Nun gut. Wenn ich übrigens normal „groß“ wäre, würde ich gerne die Kleidung tragen, die Brat Pitt und David Thewlis (Peter Aufschnaiter) in dem Film „Sieben Jahre in Tibet“ tragen. Also nicht exakt dieselbe. Eher so was in der Art. Was übrigens seltsam ist und geschichtsklitternd bis dort hinaus anmutet, in dem Film „Sieben Jahre in Tibet“ wird es so dargestellt, als ob alle Menschen in Tibet (und China) englisch sprechen. Wo wenigstens Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter ja deutsch sprechen müssten. Aber alle sprechen eine Sprache. Verrückt. Das ja wie beim „Traumschiff“. Da spricht auch der ärmste Straßenjunge in Timbuktu deutsch. Das ist aber auch realistisch. Die Leute wollen einfach unsere Kultur lernen und so sein wie wir. Das wollen ja alle. Kann ich verstehen. Aber jetzt habe ich den Faden verloren. Vielleicht denken Sie den Gedanken einfach mal zu Ende.

Bleiben Sie bitte gesund, denn ich liebe Sie!

P.S.: Timbuktu liegt übrigens gar nicht am Meer. Wie soll also da das Traumschiff anlanden?! Bescheuert!

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