schöne scheiße – tag 230

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Am vorletzten Sonntag habe ich mir so beim Nasenbohren überlegt, dass mir JETZT in diesem Moment, in dem mein rechter Zeigefinger in meiner eigenen Nase stak (obgleich ich ja Linkshänder bin), Donald John Trump so dermaßen auf den Sack geht, dass ich fast heulen musste vor Wut und anschließend für 72 Stunden eine Depression auf meiner Gemütscouch sitzen hatte, die mich blöd ankukkte. „Was geht, Du dumme Sau?!“ fragte ich die Depression, aber sie lachte nur und ging in die Küche. Dort hörte ich, wie sie in unserem Kühlschrank herumwühlte und sich über unsere Käsesorten mokierte. Was soll man denn nur machen? Was, wenn Trump nicht in der Nacht zum 4. November aus dem Amt gewählt wird? Was, wenn es knapp wird? Was, wenn er die Wahl anficht und klagt. Was, wenn sich diese Prozesse bis ins nächste Jahr ziehen und immer und immer wieder dieser unsägliche „Mensch“ da im Oval Office hockt, noch dreister und dümmlicher in die jede Kamera grinst und noch dreistere und dümmlichere █████ labert und danach handelt? Wie soll man das ertragen?! WIE SOLL DIE MENSCHHEIT DAS ETRAGEN?!?!?!

Ich habe mich dann bei Spiegel Online abgemeldet. Also alle meine Abos gekündigt und meinen Account gelöscht. 1.) weil ich mich maßlos über deren Support ärgerte und 2.) weil ich seit Jahren JEDEN TAG lesen muss, dass MORGEN die Rezession kommt. Jeden Tag. Spiegel Online kommt mir inzwischen schon seit Jahren vor, wie das Presseorgan der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“. Kennt ja heute niemand mehr. Aber da kam es mir so vor, als wolle man die Leute bloß verunsichern und angstbedeckt halten. Also, wenn man den Leuten nur dauernd erzählt, dass eine Krise kurz bevor steht, werden die Leute sich mehrfach überlegen, ob sie sich zum Beispiel auf der Arbeit krank melden, wenn sie krank sind, oder Gehaltsforderungen stellen. Wenn die Leute nur Angst haben, dann sind sie formbar. Aber warum würde der Spiegel, bzw. Spiegel Online sowas wollen? Des puren Clickbaitings wegen? Menschen kaputt machen? Die Macht an sich reißen? Die Menschheit vernichten? Zusammen mit Heilpraktiker*innen Reichstag stürmen? Was will der Spiegel? Ich habe das natürlich jetzt nicht wissenschaftlich analysiert, aber ich glaube, seit mindestens 4 Jahren stehen JEDEN Tag mindestens 5 Trump-Artikel auf der Startseite, seit März daneben 17 Artikel zu Corona. Fast alle diese Artikel enden mit der Pointe, dass der Untergang vor der Tür steht. Ja, kann ja sein. Trump ist schwierig. Corona auch. Die Leute haben’s ja monatelang nicht gerafft, dass man besser den Empfehlungen gefolgt wäre, statt blöd grinsend Corona-Partys zu feiern und sich zum Singen von Liedern in geschlossenen Räumen zu treffen oder. wenn überhaupt, die Maske auf Halbmast unter der Nase zu tragen. Und dann siehst Du, dann fühlst Du jedenfalls, entsteht der Eindruck, dass die meisten Menschen einfach █████ sind. Und jetzt kommt der NO-vember und alle müssen wieder zuhause bleiben. Jedenfalls zum Teil. Zuhause bleiben light. Aber es ist ja auch egal. Diese Pandemie wird auch nach diesen Monat überstehen. Möglichweise ist die Pandemie schlauer als die Menschheit. Es geht immer weiter. Womöglich für immer. JA WAS WEISS DENN ICH?!?!?

Aber jetzt mal zu was ganz anderem. Wann hat das eigentlich angefangen, dass es gesellschaftlich extrem angesehen ist, dass man alles mögliche eklig findet und das auch lauthals kundtut. Also nicht, wie früher bei den Pfadfindern, dass man bei einem Eis, das in den Sand gefallen ist, einfach den Sand ableckt, ausspuckt und dann das Eis zu Ende ist. So was halt. „Dreck reinigt den Magen.“, hat mein Opa immer gesagt. Aber das will ja keiner mehr hören. Lieber möchte man Pienzchen sein, ein Waschlappen, ein feuchtes Handtuch, eine Heulsuse. Es gilt als lässig, dass man Rosenkohl eklig findet oder Waldmeister oder Bucheckern oder Tiere, die kleiner sind als ein Sackpinscher. Oder Tiere überhaupt. Oder Körperflüssigkeiten. Oder wenn man sagt, dass man sich heute an diesem eiskalten Wintertag mal nicht 2x täglich geduscht hat – eklig. Neulich wollte die Moderatorin Bettina Tietjen in einer Sendung erzählen, wie sie die Toilette ihres Wohnmobiles entsorgt, wie einfach das also sei. Da haben alle, noch bevor sie angefangen hat den Vorgang zu schildern, geschrien und Dinge gerufen wie „too much information“ und „lalalalalalala“ und sich die Ohren zu gehalten. Als hätte Bettina Tietjen gesagt, dass sie jetzt mal ein paar Stuhlproben zum Probieren herumreichen würde. Ich finde █████ nun auch nicht sonderlich interessant oder lecker oder in irgendeiner Weise z.B. sexuell anregend und ich rieche ihn auch nicht gerne, weil, █████ stinkt halt. Aber das Entsorgen einer Wohnmobil-Toilette ist nun wirklich nichts Gruseliges. Es macht keinen Spaß und wenigstens das Loch, in das man sie entsorgt, stinkt naturgemäß zum Himmel, aber den Vorgang der Entsorgung einer Wohnmobil-Toilette hätte man kaum harmloser gestalten können. Ein Hoch auf die Ingenieurskunst. Was geht ab mit den Leuten? Geht’s noch?! Und das sind ja auch nich alles Männer. Männer sind der letzte ████. Wie soll denn das weiter gehen??? Wie sollen denn Waschlappen die Geschicke der Menschheit in die richtige Richtung lenken? JA JETZT KOMMEN WIEDER DIE TRÄNEN AUF KNOPFDRUCK DAS KENNEN WIR SCHON!!!!

Wie ich komme ich jetzt auf das Thema? Das mit Trump und dem Spiegel, das hatte ich schon vor vier Tagen geschrieben und dann aber nicht weiterverfolgt und als ich eben so dasaß und über die ████ Menschheit (87%) nachdachte und da fiel mir das ein. Leute sollten mal wieder in den Wald gehen oder sich einfach mal auf eine Wiese legen oder sich einen 3-beinigen Hund kaufen. Oder wenigstens einen richtigen Hund. Also einen, der aussieht wie ein Wolf. Nicht so ein Sackpinscher. Oder überhaupt. Oder mir nicht auf den Sack gehen. Ich will das alles nicht hören. Und jetzt schreiben Sie mir nicht wieder ellenlange Briefe. Das fucked mich alles ab und ich les‘ das auch gar nicht mehr. Da hab ich schon 1987 mit aufgehört. Da sind Sie ja noch mit der Trommel um den Christbaum gelaufen. Sie Waschlappen.

GUTE NACHT!!!

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