piep! – tag 173

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Tatsächlich fällt mir grad nichts mehr ein. Ich weiß noch, als ich das hier anfing, als wir die Corona-Maßnahmen eingeläutet haben, wie seltsam alles war. Aber irgendwie auch nicht. Tatsächlich finde ich es sehr interessant, diese Tage hier zu sehen und wie sie so vergehen. Dass man da mal eine Zahl hat. Aber jetzt ist halt ein anderes Zeitalter angebrochen. Zeit wurd’s ja auch. Man hat ja sonst immer so getan, als sei alles noch so irgendwie im Lot und rettbar. Aber das ist es ja nicht. Und aber statt sich auf das Innehalten mal zu besinnen und sich zu erinnern, wie gut es der ganzen Luft tat, als man mal zu Hause blieb, da … naja … es ist immer dasselbe. Alles Arschlöcher da draußen. Ja, nun. Soll ich vielleicht einmal die Woche rekapitulieren, wie es mir damit geht und immer auch darauf hinweisen, dass mir natürlich klar ist, dass andere deutlich mehr darunter leiden. Jetzt müsste es was geben, sagen wir, naja, eine Internetplattform, wo sich Leute treffen, Freunde oder welche die es dann werden und man tauscht sich aus, was man so macht und denkt und regt andere zu anderen Denkprozessen an, man macht mal eine Witz und ist aber im Grunde positiv eingestellt und freundlich gesonnen. Man könnte Bilder machen von Urlaubsreisen oder auf interessante Dinge im Internet hinweisen, Buch- oder Musiktipps geben und sich gegenseitig seine inneren Denkmodelle vorstellen. Diese Gedanken könnte man in spezifischen Gruppen vertiefen und wenn man will, schreibt man sich auch mal so, privat, und am Ende trifft man sich mal und singt Lieder zusammen und spielt Luftgitarre. Also, was ich damit sagen will, man trifft sich mit Leuten aus dem Internet. Im Internet. Digital. Und da könnte man in diesen Zeiten, in denen man für eine Zeit oder auch für immer, mehr Abstand halten muss und vielleicht auch nicht mehr so viel rumfahren sollte, da könnte man auf solchen Plattformen rumhängen und mit Leuten quatschen. Ich schaue mir gerne Dinge an von Leuten. Also wenn Leute es verstehen, Ihre Haltung zu Objekten oder Sätzen zu formen. Oder in Essen rein basteln, dass sie dann fotografieren. Aber das müsste natürlich nur besonderes Essen sein und da würde mich jetzt speziell nur Essen interessieren, was die- oder derjenige selbst gebacken, gekocht, gebraten, gegrillt hat. Und davon dann ein tolles Bild machen. Kein ironisches Bild, sondern ein richtig schönes Bild und da erklärt man auch, was auf dem Teller zu sehen wäre. So, dass man es vielleicht nachkochen könnte. Oder man fotografiert einen Berg, vor dem man steht und sagt, wo das ist, damit man sich ein Bild machen kann. Denn ist ja total sinnlos, sich einen Berg oder ein Haus anzuschauen, wenn man nicht weiß, wo das ist. Aber das ist ja klar, wenn es so eine Plattform im Internet gäbe, da würde ja niemand auf die Idee kommen einen Berg ironisch oder lakonisch zu fotografieren und niemand darf wissen, wo das ist, denn dann würde man den Berg ja nicht fotografieren. Und weil man ja innerhalb einer Blase befreundet wäre, würde man sich auch freundschaftlich aufführen und man könnte sich auf seine Blase verlassen, dass die nicht platzt. Die Blase wäre sozusagen die peer group, die Clique, die Freundesschar. Wer sich ganz arg da reinsteigern will, könnte auch Familie sagen. Für manche wäre das womöglich ja tatsächlich die Familie, weil sie keine Familie haben oder die Familie irgendwie doof ist. Kann ja sein. Aber da würde man dann reinschauen. So könnte man also durch die Weltgeschichte reisen und sich in sein Pfauenhäuschen zurückziehen und trotzdem ab und zu mal Leute um sich rum haben können. Aber, naja, so ist ja utopisch. Wie soll denn das gehen? Wer will denn sowas auch aufbauen und finanzieren? Da müsste man ja am Ende tonnenweise Werbung schalten, weil die Leute ja nicht bereit wären, Geld dafür auszugeben. Und dann käme irgendjemand auf die Idee, dass man die Beiträge der Leute bewerten kann. Das wäre ja Wahnsinn. Am Ende würden Leute da nur noch Dinge posten, damit sie positiv und zahlreich bewertet würden. Gar nicht das, was in einem ist, sondern das, was man glaubt, dass andere das sehen wollen. Man würde einfach so tun, als wäre man total erfolgreich und das würde man so intensiv tun, bis man selbst glaubt, man sei total erfolgreich. Also entweder mit einem Unternehmen, das es gar nicht gibt oder man würde denken, weil man z.B. 36.425 Freunde oder Anhänger hat, wäre man echt ein richtiger Held und hätte sich was aufgebaut. Also so eine, natürlich komplett irre, Plattform würde einen derart verrückt machen, dass man gar nicht mehr wüsste, wer man eigentlich ist oder mal war und vor allem wozu. Das wäre natürlich furchtbar. Aber warum sollte man das machen? Macht man doch im … richtigen … Le … ben … also, da macht es ja auch … keinen … Sinn … äh … ach egal.

Nee, Unsinn, vergessen Sie das. Ich bin ein bisschen durcheinander. HAHAHAHA! Verrückt geworden. Nix als Flausen im Kopf. Ich mach mal das Fenster auf. Frische Luft tut gut.

Gute Nacht.

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