366 – Tag 290

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Jetzt auch wieder … das Gefühl, dass alles schonmal aufgeschrieben wurde und gedacht und gefühlt. Das Jahr 2020 ist fast vorbei und statt auf einer rau(s)chenden Silvesterparty zu stehen (kicher), sitzen wir hier in unserem obligatorischen Bett. Es ist 22:40 Uhr. Und das Jahr ist gleich rum. Eben habe ich schon einen halben Meter Text über das Jahr geschrieben, habe dann aber gemerkt, dass ich das alles schonmal geschrieben habe. Es ist ja auch alles gesagt. Ich sehe dem Neuen optimistisch entgegen. Das ist das, was man machen muss. Ich sehe da gar keine Alternative. Das hat nichts mit Naivität zu tun, aber ich bin es auch leid, es zu erklären. Man kann ja bei Sascha Lobo im Spiegel nachlesen, warum alles scheiße wird und sich daran dann auch halten. Was weiß denn ich. Ich bin nicht global. Dazu ist mein Gehirn zu klein und meine Arme sind zu kurz.

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Die gehobelten Synapsen – Tag 288

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Wie ich also dann jetzt auf Scrivener die Sachen vorschreibe, die ich hier poste. Weil. Es ist ja so, dass mir, wenn mir mal was einfällt, das mit der WordPress-App lästig ist und da verliert sich die Spur und die Idee schnell. Und eben, als ich beim Kacken hörte, wie Stuckrad-Barre bei der Hörbar Rust die App nannte, mit der Martin Suter arbeitet, da dachte ich mir, das musst Du haben. Das App. Und weil man dann immer denkt, da kommt jetzt was Kreatives raus, da klammert man sich an jeden Strohhalm. Mir ist es ja zu umständlich mich der Buchbranche zuzuwenden und weiß Gott, mich nimmt ja auch keiner mehr, drum blogge ich unverbittert und weil ich ja auch einem anderen Beruf nach gehe und außerdem … die Synapsen, Sie wissen schon. Aber weil einem ja beim Bloggen keiner in der Arsch tritt, muss man sich selbst extrem disziplinieren und so dachte ich ja, am Anfang der Pandemie, das könnte was werden mit jeden Tag schreiben, aber dann kam die Schweiz und ich hatte den Faden verloren.

Dabei müsste ich doch explodieren. Dabei müsste es doch so aus mir raussprudeln. Wo ich bei dem Wort Pandemie ja imer zuerst an italienisches Gebäck denke. Und. Man muss ja gar nicht rausgehen und sich die Leute in echt ansehen. Man liest es ja jeden Tag in den unzähligen Medien, was alles so los ist. Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umschaue, ist ja eh alles gut. Keine Impfgegner, keine Covidleugner, keine Nazis. Und dann hatte ich heute auch noch diese Kindle-Flatrate mit der man Zeitschriften lesen kann, weil ich dachte, ich müsse mir mal Readly zulegen und Zeitschriften lesen und dann hat die Frau gesagt, ich hätte doch einen Amazon Prime-Account und aber die Kindle-App ist schlimm und von der Audible-App ganz zu schweigen. Also hab ich das wieder gelöscht und aber jetzt habe ich das Hörbuch von Flake, den Keyboarder von Rammstein „Heute hat die Welt Geburtstag“ und irgendwas von Benjamin von Stuckrad-Barre, da kann ich aber den Titel nicht lesen, weil, wie gesagt, die App schlimm ist. Und außerden höre ich da die Podcasts, die noch nicht gehört habe, wenn ich auf Spotify und Apple Podcasts alles fertiggehört habe. Mann, Mann, Mann, ist das interessant, was? Und daher muss ich auch bloggen und nicht für ein Buch Dinge aufschreiben, wofür man mir die Buchbranche die Penunzen nur so um die Ohren hauen würde. Ich kann ja auch nicht so toll schreiben, wie die Leute, die Buchveträge haben. Was man ja hier sieht. Also falls man es liest, denn wenn es niemand liest, findet dieses unterschwellige Gespräch ja auch nicht statt. Ach, es ist kompliziert. Jo, nun müsste ich mal raufinden, ob Scrivener die Texte zwischenspeichert.

Also nun, wenn das hier erscheint, also am Dienstag, sind wir mit dem Fahrzeug unterwegs, da ja die Putzfrau (die darauf besteht, dass wir sie Putzfrau nennen. Ey Putzfrau, wann kommst’n Du morgen? So in der Art halt) kommt und da aber die Putzfrau, sagen wir mal, sehr laute Dinge in den Raum der Pandemiehaftigkeit hinein ruft, müssen wir die Räumlichkeiten verlassen. Áus Pandemiegründen. Und theoretisch könnte man da zum Meckes fahren, was aber nicht geht, da ich da nicht mehr hin will. Wir könnten mal hupen. Oder Kaffee mitnehmen und am Werktag durch den Rheingau fahren. Wir haben ja Urlaub. Bei der Frau bin ich mir nie ganz sicher. Da ist immer was los. Irgendwas mit coolen Polit-Insider-Abkürzungen deren Auflösung ich dauernd neu erfragen muss, weil ich ja alles wieder vergesse.

Oder ich lese das Buch „Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten“. Da muss man aber aufpassen was man zu dem Thema sagt, hinterher steht man in der taz. Naja, aber Corinna Kegel schreibt ja so schön daher und man kommt sich als Freak ein bisschen verstanden vor. Jedenfalls brennen grad alle Synapsen, wo ich aber doch schlafen müsste. Um 1:30 Uhr könnte man ja mal drüber nachdenken. Vorher muss ich dringend noch das Bild eines isolierten Parmesans erwerben. Fragen Sie nicht.

Mal was machen – Tag 287

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Gestern dachte ich, ich müsste mich mal auf die Waage stellen. O Gott o Gott o Gott, dachte ich anschließend. Heute Nacht konnte ich nicht schlafen, so ging ich in die Küche und kochte einen Griechischen Salat, einen Rettichsalat und einen Tomatensalat. Dann legte ich mich wieder ins Bett und starrte an die Wand. Die Frau, die liebe Frau, schlief. Ich starrte und starrte. Da war es 5:30 Uhr und ich schlief ein. Um 8:30 Uhr sangen die B-52s „She Brakes For Rainbows“ und ich stand wieder auf. Das ist also jetzt der Urlaub. Es zählt ja erst heute, da die Weihnachtstage vorbei sind. Dann ist Urlaub. Oh Urlaub. Gerne würde ich jetzt an der Côte d’Azur stehen, mit dem Wohnmobil namens Gundel Schaukeley, und natürlich der lieben Frau. Die liebe Frau arbeitet gerade. Mitten im Urlaub, weil, es ist doch Wahlkampf. Wahlkampf ist bei uns zuhause so was ähnliches wie Buchmesse. Das was die liebe Frau da arbeitet könnte man aber auch gut & gerne an der Côte d’Azur verrichten. Die liebe Frau ist da aber skeptisch. Ich muss sie dringend überzeugen, denn die Côte d’Azur ist die Zukunft. Gerne auch die Extremadura, Andalusien, Alentejo oder die Algarve.

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Hoffnung wie gedruckt – Tag 280

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Als mir neulich einfiel, dass das hier ja gar nichts Besonderes mehr ist, ist mir gleichzeitig auch jeder Impuls vergangen, hier hineinzuschreiben. Ja, also, es ist immer noch Corona und das hier ist der 280. Tag im Home Office und für alle, die das hier zum ersten Mal lesen (also dieses Blog hier) denen sei gesagt, dass wir (meine Firma und ich) am 17. März coronabedingt ins Home Office gezogen sind und dann haben wir unser Büro gekündigt und sind jetzt also anders als vorher und irgendwie zeitgemäßer und man spart sich ja jeden Tag die Fahrerei. Und CO2.

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sieben treffen wein‘ – tag 232

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Morgen, also übermorgen, naja sagen wir in ein paar Wochen, dann wissen wir wer der neue oder alte Präsident der USA sein wird. Ich habe Angst. Aber ich frage mich, wovor eigentlich? Da alles scheiße ist, müsste man mehr machen, mehr sagen. Jetzt wo die Kultur wieder eingedampft wird, müsste man was anderes machen. Zuhause sitzen und zu skypen geht ja noch. Also mehr Podcast. Mehr labern. Mehr Meinung raushauen. Mehr Halbwissen, mehr halbgare Witze, noch mehr Leere raushauen. Podcast machen und keine sozialen Medien nutzen, ist schwer. Man erreicht die Zielgruppe nicht. Aber ich bin es so satt. Diese Medien sind schlimm und sie haben mir das Gehirn (und die auch die Seele) ausgesaugt. Und ich soll doch da doch mehr so real sein. Nicht immer nur geschönte Bilder posten. Sondern auch mal zeigen, dass nicht alles aus Gold ist. Aber ich will doch nicht. Ich male schöne Bilder oder seltsame Bilder oder irgendwas, aber doch nicht etwas, was andere Leute sagen, dass ich das so machen müsste. Ach, was weiß denn ich. Social Media my ass.

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schöne scheiße – tag 230

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Am vorletzten Sonntag habe ich mir so beim Nasenbohren überlegt, dass mir JETZT in diesem Moment, in dem mein rechter Zeigefinger in meiner eigenen Nase stak (obgleich ich ja Linkshänder bin), Donald John Trump so dermaßen auf den Sack geht, dass ich fast heulen musste vor Wut und anschließend für 72 Stunden eine Depression auf meiner Gemütscouch sitzen hatte, die mich blöd ankukkte. „Was geht, Du dumme Sau?!“ fragte ich die Depression, aber sie lachte nur und ging in die Küche. Dort hörte ich, wie sie in unserem Kühlschrank herumwühlte und sich über unsere Käsesorten mokierte. Was soll man denn nur machen? Was, wenn Trump nicht in der Nacht zum 4. November aus dem Amt gewählt wird? Was, wenn es knapp wird? Was, wenn er die Wahl anficht und klagt. Was, wenn sich diese Prozesse bis ins nächste Jahr ziehen und immer und immer wieder dieser unsägliche „Mensch“ da im Oval Office hockt, noch dreister und dümmlicher in die jede Kamera grinst und noch dreistere und dümmlichere █████ labert und danach handelt? Wie soll man das ertragen?! WIE SOLL DIE MENSCHHEIT DAS ETRAGEN?!?!?!

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sieben jahre in covid – tag 219

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Hi Leude, ich bin’s!

Gestern bei Lanz, ich habe vergessen, wer das war, hat jemand gesagt, dass das hier* (*Corona) noch 3 Jahre so weiter gehen könnte. Also er hat Zahlen genannt. Zuvor hatte die Virologin Helga Rübsamen-Schaeff erklärt, warum wir erst am Anfang der Pandemie stehen. Da ist die Gruppe zusammengezuckt. Man denkt, so glaube ich, wenn man den Leuten jetzt schon jetzt die ganze Wahrheit unterbreitet, drehen sie durch. Wenn jedoch die Leute denken, dass es im nächsten Frühjahr vorbei ist, dass wir das dann schon schaffen. Und zwar ohne sich zu bemühen. Einfach nicht wahr haben, dass das jetzt der neue Alltag ist. Einfach nicht dran denken. Lalalalalala und Ohren zu halten. Und die Augen. Aber, ja auch ich, der alte Fun-Virologe, sage ja schon seit Monaten, dass es so sein wird. Wir haben es verkackt. Wir haben die Arten sterben lassen aka umgebracht und wir dachten, dass man einfach alles mit einem Gesicht und in jedem Zustand essen könnte. Fischen beim lebendigen Leib ein Stück Bauch rauschneiden, kein Problem. Fledermäuse grillen, null Problemo. Die grotesk vergrößerte Fettleber von Vögeln herstellen und essen, exquis et savoureux. Oder Monokulturen fressen für deren Herstellung man den halben Regenwald abbrennt. Aber sich über Rohkost aufregen. Das haben wir gerne.

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die zombieapokalypse – tag 218

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Besonders frappierend finde ich sogenannte Menschen, die Eltern sind, also Kinder in ihrer Obhut haben und einem Satiremagazin wie dem Postillion ernsthaft auf irgendwelche (Satire-)Meldungen antworten und denen erklären, dass sie zu blöd sind zu erkennen, dass Corona eine Erfindung der Regierung ist. Wobei die Regierung natürlich nicht die Regierung ist, sondern die Regierung ja nur irgendwelche Handpuppen, in deren Arsch die Hand einer geheimnisvollen Macht steckt. So jedenfalls ungefähr.

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corona for ever – tag 217

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Man kann es überall sehen. Die Menschen in diesem Land (und wahrscheinlich auch in zahlreichen anderen Ländern) hatten seit März Zeit, sich „ein bisschen“ mehr an „die Situation“ zu gewöhnen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, damit sich das Virus nicht weiter verbreitet oder es gar zu einem weiteren Lockdown kommt.

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