sieben treffen wein‘ – tag 232

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Morgen, also übermorgen, naja sagen wir in ein paar Wochen, dann wissen wir wer der neue oder alte Präsident der USA sein wird. Ich habe Angst. Aber ich frage mich, wovor eigentlich? Da alles scheiße ist, müsste man mehr machen, mehr sagen. Jetzt wo die Kultur wieder eingedampft wird, müsste man was anderes machen. Zuhause sitzen und zu skypen geht ja noch. Also mehr Podcast. Mehr labern. Mehr Meinung raushauen. Mehr Halbwissen, mehr halbgare Witze, noch mehr Leere raushauen. Podcast machen und keine sozialen Medien nutzen, ist schwer. Man erreicht die Zielgruppe nicht. Aber ich bin es so satt. Diese Medien sind schlimm und sie haben mir das Gehirn (und die auch die Seele) ausgesaugt. Und ich soll doch da doch mehr so real sein. Nicht immer nur geschönte Bilder posten. Sondern auch mal zeigen, dass nicht alles aus Gold ist. Aber ich will doch nicht. Ich male schöne Bilder oder seltsame Bilder oder irgendwas, aber doch nicht etwas, was andere Leute sagen, dass ich das so machen müsste. Ach, was weiß denn ich. Social Media my ass.

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schöne scheiße – tag 230

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Am vorletzten Sonntag habe ich mir so beim Nasenbohren überlegt, dass mir JETZT in diesem Moment, in dem mein rechter Zeigefinger in meiner eigenen Nase stak (obgleich ich ja Linkshänder bin), Donald John Trump so dermaßen auf den Sack geht, dass ich fast heulen musste vor Wut und anschließend für 72 Stunden eine Depression auf meiner Gemütscouch sitzen hatte, die mich blöd ankukkte. „Was geht, Du dumme Sau?!“ fragte ich die Depression, aber sie lachte nur und ging in die Küche. Dort hörte ich, wie sie in unserem Kühlschrank herumwühlte und sich über unsere Käsesorten mokierte. Was soll man denn nur machen? Was, wenn Trump nicht in der Nacht zum 4. November aus dem Amt gewählt wird? Was, wenn es knapp wird? Was, wenn er die Wahl anficht und klagt. Was, wenn sich diese Prozesse bis ins nächste Jahr ziehen und immer und immer wieder dieser unsägliche „Mensch“ da im Oval Office hockt, noch dreister und dümmlicher in die jede Kamera grinst und noch dreistere und dümmlichere █████ labert und danach handelt? Wie soll man das ertragen?! WIE SOLL DIE MENSCHHEIT DAS ETRAGEN?!?!?!

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sieben jahre in covid – tag 219

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Hi Leude, ich bin’s!

Gestern bei Lanz, ich habe vergessen, wer das war, hat jemand gesagt, dass das hier* (*Corona) noch 3 Jahre so weiter gehen könnte. Also er hat Zahlen genannt. Zuvor hatte die Virologin Helga Rübsamen-Schaeff erklärt, warum wir erst am Anfang der Pandemie stehen. Da ist die Gruppe zusammengezuckt. Man denkt, so glaube ich, wenn man den Leuten jetzt schon jetzt die ganze Wahrheit unterbreitet, drehen sie durch. Wenn jedoch die Leute denken, dass es im nächsten Frühjahr vorbei ist, dass wir das dann schon schaffen. Und zwar ohne sich zu bemühen. Einfach nicht wahr haben, dass das jetzt der neue Alltag ist. Einfach nicht dran denken. Lalalalalala und Ohren zu halten. Und die Augen. Aber, ja auch ich, der alte Fun-Virologe, sage ja schon seit Monaten, dass es so sein wird. Wir haben es verkackt. Wir haben die Arten sterben lassen aka umgebracht und wir dachten, dass man einfach alles mit einem Gesicht und in jedem Zustand essen könnte. Fischen beim lebendigen Leib ein Stück Bauch rauschneiden, kein Problem. Fledermäuse grillen, null Problemo. Die grotesk vergrößerte Fettleber von Vögeln herstellen und essen, exquis et savoureux. Oder Monokulturen fressen für deren Herstellung man den halben Regenwald abbrennt. Aber sich über Rohkost aufregen. Das haben wir gerne.

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die zombieapokalypse – tag 218

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Besonders frappierend finde ich sogenannte Menschen, die Eltern sind, also Kinder in ihrer Obhut haben und einem Satiremagazin wie dem Postillion ernsthaft auf irgendwelche (Satire-)Meldungen antworten und denen erklären, dass sie zu blöd sind zu erkennen, dass Corona eine Erfindung der Regierung ist. Wobei die Regierung natürlich nicht die Regierung ist, sondern die Regierung ja nur irgendwelche Handpuppen, in deren Arsch die Hand einer geheimnisvollen Macht steckt. So jedenfalls ungefähr.

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corona for ever – tag 217

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Man kann es überall sehen. Die Menschen in diesem Land (und wahrscheinlich auch in zahlreichen anderen Ländern) hatten seit März Zeit, sich „ein bisschen“ mehr an „die Situation“ zu gewöhnen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, damit sich das Virus nicht weiter verbreitet oder es gar zu einem weiteren Lockdown kommt.

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wiener schnitzel – tag 215

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Ja, ich weiß.

Aber jetzt mal zu was ganz anderem. Wie ich ja schon bereits seit ca. Tag 005 erwähne, mir fällt nichts ein. Es ist passiert einfach nichts. Man kann es sich ja nicht aus den Fingern saugen. Nun könnte ich über meine Empfindungen angesichts der eventuellen CoVid-19-Infektion des amerikanischen Clowns etwas sagen. Aber was soll das sein? Häme? Oder, dass ihm alles Gute wünsche? Oder, dass ich ihm theoretisch alles Gute wünsche, weil man das ja so macht.

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