Neues vom Schlunz aus Prpstdt – Tag 098

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Allgemein

Was mir ja wirklich wichtig ist, ist Perfektion. Alles in Perfektion vollenden, das ist mein Kredoh. Und so kommt es, dass es kommt, wie es kommt.

Wenn ich gleich heimkomme, also wenn ich das Pfauenhaus verlasse und ins richtige Haus gehe, na sagen wir, es ist ja eher ein Häuschen, dann muss ich Sport machen. Naja, Sport. So Leute, wie zum Beispiel unsere Leserin Petra, die hat sicher ganz andere Vorstellungen von Sport. Oder der Boon. Eijeijei. Da sehen wir alt aus. Aber das, was wir machen, führt bei mir zu Brennungen in den Schenkeln (Mmmmmh) und in den Armen und auch sonst. Also muss es Sport sein. Eine spontane Selbstentzündung kann ich ausschließen. Das stelle ich mir anders vor. Und jetzt aber warte ich noch auf einen Call (wie wir coolen Werberspastis immer sagen) von meinem Geschäftspartner und dann gehe ich heim. Ins Reich. Hohoho, werden Sie zu Recht sagen. Erst „Werbespastis“ und dann dieses hitlereske „Heim ins Reich“, das ist nicht in Ordnung. Stimmt ja, aber es ist ja hier die Heimat von Humor und Satire oder so was in der Richtung. Ich bin Clown (ich hasse Clowns) und Narr und Kreativistiker. Ich darf alles. Ich mache aber nicht alles und ich lebe nicht alles. Das wäre der Unterschied. Aber natürlich nicht für alle. Manche sehen es anderster als wie ich. Naja. Da wird man sich wohl niemals einig.

Paradebeispiel.

Aber jetzt mal zu was ganz anderem: Wenn ich hier sitze, höre ich öfter Schafe zwitschern. Ich finde es so schön, wenn Schafe mähen (so heißt es ja korrekt, ich weiß) und wenn dann noch ein Glöckchen bimmelt, dann fühle ich mich wie das Heidi, wenn Schnucki über die Wiese hüpft. Schnucki ist das Lämmchen. Ich hatte früher, als ich noch Lämmchen aß, oft einen krassen Gewissenskonflikt. Einerseits süßes Lämmchen, andererseits gebraten sehr, sehr lecker. Und dann dachte ich, also es ist ja wirklich schon fast Rassismus, wenn man Lämmchen dann nicht isst, weil sie so süß sind, aber Hühner schon, weil die ja eher nicht soooooo süß sind. Oder Kühe. Kann man ruhig essen. Ach, egal. Süße kleine Ferkel aber auch, wenn sie einen Apfel im Maul tragen, dann kann man sie auch am Stück essen oder fressen, je nach Herzensbildung. Naja, irgendwann hab ich’s aufgegeben. Ganz manchmal, also so 4x im Jahre kaufen wir uns ein Fleisch. Auch mal beim Dönerladen, meistens aber daher, wo wir wissen, wo es her ist. Es ist ja aber immer so, dass man die Leute (Tiere) hinrichtet, da man sie ja nicht lebend fressen möchte. Soweit sind wir ja noch nicht. Aber das kommt vielleicht. Wenn man zum Beispiel eine Menschheit ist, sich einen Grill für 2.000 Öcken kauft und da dann ein Steak für 69 Cent drauf legt, damit es schön am Grillgitter festpappt, dann stimmt was mit der Menschheit nicht. Eventuell kann man argumentieren, dass man es ja nicht gewusst hat, wie’s um die Leute (Tiere) steht und bis zur Tönnies-Corona-Sache könnte man das ja durchgehen lassen, wenn man davon ausgeht, dass die Menschheit aus vielen (87%?) Schwachköpfen besteht, aber jetzt wo das in jeder Kacksendung im Fernsehen vorkommt, müsste man ja sagen, ok. ich komm mir selbst blöd vor, als Menschheit. Aber HAAHAHAHAHAAHAHAHAA … lol, nein. Mit „Ich hab von nix gewusst.“ ist man ja schonmal ganz schön weit gekommen. Aber vielleicht ja doch. Vielleicht ändert sie sich ja doch. Aber eigentlich nein. Oder doch? Ach, ich bin so gespannt. Vielleicht schafft’s die Menschheit ja noch. Und haben Sie gemerkt, wie ich mich da schön rausnehme? Wie ich so tue, als ob ich nicht zur Menschheit gehöre. Aber tatsächlich ist das keine Arroganz oder so, dass ich das so sage. Ich habe in all den Jahren festgestellt, dass mich die Menschheit nicht versteht und umgekehrt, so dass ich irgendwann, ca. am 7. Juli 1976, dachte, ich gehöre da irgendwie nicht dazu. Also ich hab ja nix gegen die Gesellschaft aka Menschheit, wir haben uns nur auseinander gelebt. Aber ich fand die Gesellschaft immer auch irgendwie spannend, so als Experiment. So, wie man das mit dem Brom-Schnupfen der staunenden oder eingeschlafenen Schülerschaft darlegt oder wenn man sich im Rahmen eines sozialen Feldversuches zur Menschheit setzt, sich 2, 3 Liter Wein reinschüttet oder 5 Liter Bier und dann, mit einer gewissen Distanz, sich das mal anschaut und ggfl. was sagt oder wie in meinem Fall dann extrem viel sagt, aber da war mir ja schon auch egal, ob jemand zuhört oder versteht, was ich rede. Und umgekehrt.

ABER

Am 12. September 2001, habe ich beschlossen mit der Menschheit Frieden zu schließen. Die Menschheit hat’s ja auch nicht leicht, dachte ich mir. Einfach mal mit der Gesellschaft auch mal ins Bett gehen und sich anhören was die Gesellschaft so auf dem Herzen hat, das sollte ich tun. Und siehe da, bei einer Bevölkerungszahl von ungefähr 83.166.711 Leuten (Menschen) und 87% Idioten (Menschen) wären das ja 10.811.672,4 coole Menschen (auch Menschen), die alle als Freunde in Frage kämen. Da muss man sich ja nicht für besaufen. Das ist ja total aufregend. Vielleicht laden wir die alle mal zu uns ein. Und wenn jeder einen Kuchen mitbringt, dann wäre das ja 10.811.672,4 Kuchen. Man muss das ja nicht alles auf einmal aufessen. Wir können ja auch noch was einfrieren. Ist das nicht wundervoll? Freuen Sie sich jetzt auch so wie ich? Vielleicht gehören Sie ja zu den glorreichen 10.811.672,4.

Ich muss es gleich der lieben Frau erzählen, dass wir Besuch bekommen. Aber mit der Anzahl der Besucher warten wir noch ein bisschen, bis wir das erzählen, sonst wird sie vielleicht nervös, die liebe Frau.

Gute Nacht.

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