Moselfreaks im Mändertal – Tag 087

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Die allertollste Erfindung der Welt ist die die Touch Bar auf dem Macbook. Ich schaue immer fasziniert darauf, und wie sie sich wandelt, wenn man ein anderes Programm aufruft. Ach, man muss ja App sagen. Programm sagt mein Vater. Ich benutze die Touch Bar nie, aber ich komme sehr (sehr, sehr) oft beim Tippen mit dem kleinen Finger dran und dann geht Siri an. Dann mache ich es wieder aus. Das ist sehr praktisch. Wenn ich mir nur endlich mal angewöhnen würde, Dinge zu ihr zu sagen, wie „Transparenzfüllraum Dokument-CMYK“ oder „Adaptive Weitwinkelkorrektur aufrufen“. Das wär toll. Immer wenn ich zuhause meinen ohnehin technisch komplett ungläubigen (doofen, doofen) Freunden demonstrieren wollte, wie ich per gerufenem Befehl das Licht an- oder auszuschalten oder auf Spotify ein Lied abspielen kann, hat die Technik versagt und ich wurde ausgelacht. Besonders von dem hier oft zu Recht besprochenen Boon. Dieser Herr kann was, was ich gar nicht beherrsche, nämlich schallend lachen. Boon ist ja ein guter Freund und ich liebe ihn sehr, aber schallend lachen ist eine Ohrfeige und mein Zorn ist grenzenlos. Ich hasse Boon und ich sage dann: „Du Hurenbock!“. Er lacht dann schallend und ich werde fast ohnmächtig vor Wut. Das ist doch normal, so zu reagieren. Besonders wenn Siri und Alexa nicht machen, was ich will. Ich wüsste gerne mal Zahlen und Erhebung zum Thema Siri mit der männlichen oder weiblichen Stimme. Und ob sich Menschen dann Personen hinter Siri vorstellen. Der Siri-Mann trägt auf jeden Fall Plüschohren und hat hinten ein kreisrundes Loch in der Hose. Die Siri-Frau sieht aus wie ein Frau. Naja. Boon ist natürlich nicht doof. Da haben Sie was völlig in den falschen Hals bekommen. Und jetzt hören Sie auf zu lachen, Sie Hurenbock!

Uhrenbock.

Aber jetzt mal was ganz anders. Wir sind hier woanders. Nämlich an der Mosel. Wir haben vergessen, warum wir hier sind. Hier neben uns steht ein Schiff, das fährt jeden Tag zwischen Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues hin und her. Das muss sehr interessant sein und kontemplativ bis zum Anschlag. Aber warum in aller Welt wird Bernkastel-Kues bɛɐnkastl̩ˈkuːs ausgesprochen und nicht bɛɐnkasˈtɛlˈkuːs. Das ist doch krank. Schon das Dehnung-E in Kues. Was ist los mit den Leuten? Aber ich kenne sogar jemanden aus bɛɐnkasˈtɛlˈkuːs, der ist „eigentlich“ ganz „normal“ aber er wohnt jetzt in Saalbach-Hinterglemm, was ich jetzt Saalbach-Hinterklemm geschrieben hätte. Jedenfalls sind wir an der Mosel und hier gibt es NICHTS.

Also absolvieren wir hier den freitäglichen Arbeitstag und hauen dann ab nach woanders. Die sehr freundliche Frau, der dieses Plätzchen hier gehört, hat gesagt, morgen käme auf jeden Fall der Bäckerswagen. Vielleicht aber, weil ja Brückentag ist, findet die Bäckerswageninhaberin eventuell keinen fahrenden Bäckereifachverkäufer und dann kommt der Bäckerswagen nicht. Aber eigentlich kommt er auf jeden Fall und dann steht auch genau hier drüben, neben unserem Wohnmobil. Nee, der kommt schon auf jeden Fall der Bäckerswagen, aber wie gesagt, die Bäckerswageninhaberin hat’s auch nicht leicht. Und jetzt hätte ich Bock auf ein Nuts. Snickers, davon könnte man ja auch 7 Stück am Stück essen, aber Nuts geht nur eins. Und jetzt bietet mir die Touch Bar „die“, telefonieren“ und „wenig“ an. Das ist wirklich sehr lustig. Das wäre doch auch eine gute Idee, mit der Zeit in München zu kommen, wenn wir uns morgen Abend noch einmal treffen können, sagt die Touch Bar. Möchtest Du Siri aktivieren? Und nebenan mäandert die Mosel und 1.000 Vögel singen. Es ist ein bisschen schön, wenn man so hier steht, mit Pfirsichen (die ich ja Pfirsische schreiben würde), kaltem grünem Tee und dem Buch „Don Rosa Library I – Onkel Dagobert und Donald Duck „Der Sohn der Sonne““ sowie der lieben Frau, die ich hier nicht mehr als gestreng bezeichnen möchte, da das ja Überhand genommen hatte und sie in der Gesellschaft wie ein Monster dasteht. Falls das mal jemand empirisch erhebt und dann da rauskommt, das wäre mir nicht recht, da die Frau ja in verschwindend geringem Maße gestreng ist. Ja gut, sie kann auch gestreng sein, das stimmt schon und dann aber guten Nachmittag. Aber das ist wirklich fast nie so. Sie ist sehr freundlich und hat stets gleichsam wundervolle, wie auch albernste Alternativbezeichnungen für mich parat. Das ist nach 17 Jahren zusammen wundervolle, wie auch albernste Alternativabenteuer erleben und bestehen doch wundervoll und ein bisschen albern ist es auch. Zuförderst aber wundervoll. Und so gar nicht gestreng.

Uh, wenn gestreng jetzt das letzte Wort hier wäre, dann brennt sich das Wort ja wieder bei Ihnen ein und Sie sollen gestreng ja am besten vergessen. Ich habe viel zu lange das Wort gestreng verwendet und es tut mir leid, besonders weil es im Zusammenhang mit meiner sehr lieben Frau wirklich fehl am Platz wäre, daher bitte nun sollten Sie alles denken, nur nicht das Wort gestreng.

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