Kamillentee aus Kannen saufen – Tag 130

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Jetzt ist mir schlecht. Bzw. ich hab diesen Delphinsalat gegessen und jetzt kann ich mich nicht mehr bewegen.

Aber jetzt mal zu was ganz anderem: Mir fällt nichts ein. Das liegt unter anderem daran … ach so, also mir fällt nichts ein, was ich heute hier schreiben könnte. Das liegt u.a. daran, dass nichts passiert. Im Prinzip finde ich das gut. Gestern wollte ich mich gerade in ein Schwimmbecken fallen lassen, da habe ich noch rechtzeitig mit dem Turnschuh, der an meinem linken Baum … äh … Fuß baumelt, die Haut, die von meinem rechten Schienbein baumelt, aufgerissen, so dass das Blut dann im Schwimmbecken lustige Muster gezeichnet hätte. Ich habe dann davon abgesehen mich in das Schwimmbecken fallen zu lassen und bin heim gegangen mit dem Elektrodings heimgefahren. Naja. Also sowas halt. Das passiert mir dauernd.

Außerdem trinke ich gerne Kamillentee. Ich scheine der einzige Mensch auf Erden zu sein, der gerne Kamillentee trinkt. Ich habe das erst kürzlich mal gefühlsempirisch durchleuchtet und es stimmt. Aber Kamillentee, lauwarmen Kamillentee zu trinken, das zähle ich zum Bereich der wundervollen Freizeitbeschäftigung.

Und das geht so: Ich koche Wasser, jedenfalls sage ich dem Wasser das oder anders gesagt, das Wasser kommt aus dem Wasserhahn gefallen, vorher kam es aus der Quelle, die auf dem Grundstück hier wohnt. Und wenn es in den Wasserkocher fällt, denkt ja das Wasser, es würde jetzt gekocht. Aber bevor der Zeiger auf 90°C steht, ziehe ich den Stecker (im übertragenen Sinne). Zuvor, also in der Zeit, während das Wasser denkt, es würde nun gekocht, werfe ich getrocknete Kamillenblüten in ein Teesieb, das aussieht wie das Eimerchen eines sehr kleinen Zwerges. Dann werfe ich das Teesieb (das aussieht, wie das Eimerchen eines geradezu aberwitzig kleinen Zwerges) in eine Karaffe, welche 1800 Milliliter Wasser in sich aufnehmen kann. Wenn es 1899 Milliliter wären, könnte man meinen, die Karaffe käme aus Sinsheim. In diese Karaffe gieße ich aber nur 1000 Milliliter Wasser und lasse das Teesieb, das aussieht, wie das Eimerchen eines eher kleinwüchsigen Menschens dann 5-20 Minuten ziehen. 20 Minuten aber auch nur dann, wenn ich vergesse, das Teesieb, welches aussieht, wie das Eimerchen eines relativ kleinen Zwerges, der 1800-Milliliter-Karaffe, in der ich zuvor 1000 Milliliter Wasser, welches einer Quelle entspringt, die auf unserem Gelände eine Heimstatt gefunden hat, zu entnehmen. Dann gieße ich von dem Wasser, welches aus der Quelle, die auf dem Gelände rumhängt, auf dem auch wir unsere Leben verbringen, nach, aber diesmal in kalt, denn der inzwischen wahrscheinlich nur noch schätzungsweise 83°C heiße Kamillentee wäre mir dann immer noch zu heiß. Wenn das geschafft ist, führe ich die 1800er-Karaffe an meinen Mund und trinke den Kamillentee aus. Damit ich den Kamillentee, der ja nun nur noch lauwarm ist, nicht auf mein Hemd schmeiße, trinke ich so vorsichtig, so dass Schlürfgeräusche entstehen. Bei diesem Prozess führe ich meinem Magen Luft zu, so dass ich anschließend rülpsen muss, was das Erlebnis überhaupt erst rund macht. Den Kamillentee beziehe ich in den Niederlanden. Wenn die Firma, von der ich den Kamillentee beziehe, mir 1 Tonne des von mir sehr geschätzten Kamillentees zukommen lassen würde, würde ich das Wort Kamillentee jedesmal mit dem Shop der Firma aus den Niederlanden verlinken, statt mit meinem eigenen, wo Sie aber jedoch eine Tasse erwerben können, mit dem Sie zum Beispiel Kamillentee trinken könnten.

Gute Nacht!

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